Thulium-Laser oder CO2-Laser: Unterschiede, Einsatz und Auswahl
Der CO2-Laser trägt Haut ab, der Thulium-Laser erhitzt sie nur. Daraus ergeben sich fast alle Unterschiede: Wirkung pro Sitzung, Ausfallzeit, Eignung für dunklere Haut und die Frage, wer das Gerät einsetzen darf. Diese Seite stellt beide Laser direkt nebeneinander.
Bei SIACSKIN stehen dafür zwei Geräte: der FRACO CO2 XL als ablativer fraktionierter CO2-Laser mit schonendem CoolPeel-Modus und der TULIX als nicht ablativer Fraktionslaser mit 1927 nm Thulium und 1550 nm Erbium-Glas. Du erfährst, welcher zu welchem Hautproblem und zu welchem Betrieb passt.
Thulium-Laser oder CO2-Laser: Welcher Laser passt zu welchem Hautproblem?
Der Thulium-Laser passt zu Pigment, Sonnenschäden, fahlem Hautton, feinen Linien und Poren, der CO2-Laser zu tiefen Falten, ausgeprägten Narben und grober Hautstruktur. Der Grund ist die Wirkweise. Der Thulium-Laser erhitzt die Oberhaut, ohne sie zu öffnen, und erneuert sie schonend. Der CO2-Laser trägt feine Säulen aus Gewebe ab und setzt damit einen deutlich stärkeren Reiz für neues Kollagen. Je tiefer das Problem sitzt und je mehr Abheilung möglich ist, desto eher fällt die Wahl auf den CO2-Laser.
Bei SIACSKIN ist der TULIX das nicht ablative Gerät mit 1927 nm Thulium für die Oberhaut und 1550 nm Erbium-Glas für die Lederhaut. Der FRACO CO2 XL ist der ablative fraktionierte CO2-Laser für Hautverjüngung, Narben und Falten.
Ist der Thulium-Laser eine sanftere Alternative zum CO2-Laser?
Ja, der Thulium-Laser gilt als sanftere Alternative: Er verbessert Hautbild und Pigment, ohne Haut abzutragen, erreicht pro Sitzung aber weniger als ein CO2-Laser. Technisch ist er kein schwächerer CO2-Laser, sondern ein anderes Verfahren. Beide zielen auf das Wasser in der Haut und arbeiten fraktioniert, also in vielen kleinen Punkten. Der CO2-Laser verdampft dabei Gewebe, der Thulium-Laser erwärmt es nur. Die Oberfläche bleibt geschlossen, die Haut ist einige Tage gerötet und rau statt wund. Dafür braucht es eine Serie statt einer kräftigen Sitzung.
SIACSKIN führt den TULIX ausdrücklich als Ergänzung zu ablativen Systemen wie dem FRACO CO2 XL. Wer es am CO2-Laser milder möchte, nutzt am FRACO CO2 XL den CoolPeel-Modus.
Thulium-Laser oder CO2-Laser: Wie unterscheiden sich Ausfallzeit und Abheilung?
Nach dem Thulium-Laser hält die Rötung meist 1 bis 3 Tage an, nach einer klassischen CO2-Sitzung solltest du mit 1 bis 2 Wochen Ausfallzeit rechnen. Beim Thulium-Laser ist die Haut gerötet und warm, zwischen Tag 3 und Tag 7 schuppt sie fein, es nässt nichts und es bilden sich keine Krusten. Beim CO2-Laser ist die Haut 2 bis 3 Tage stark gerötet und geschwollen, danach lösen sich feine bräunliche Krüstchen. Eine leichte Rötung kann noch einige Wochen bleiben. Lichtschutzfaktor 50 gehört in beiden Fällen dazu.
Der TULIX arbeitet mit geringer Ausfallzeit. Für den FRACO CO2 XL nennt SIACSKIN 10 bis 14 Tage bei klassischer Einstellung und 3 bis 4 Tage im CoolPeel-Modus. Die Pflegeschritte stehen im Nachsorge-Guide.
Wie viele Sitzungen braucht der Thulium-Laser im Vergleich zum CO2-Laser?
Mit dem Thulium-Laser sind 3 bis 5 Sitzungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen üblich, mit dem CO2-Laser reichen für eine Hautverjüngung meist 1 bis 3 Sitzungen. Bei Narben sind es mit dem CO2-Laser eher 3 bis 5, mit Abständen von 4 bis 8 Wochen. Der Unterschied folgt aus der Stärke des Reizes: Der ablative Laser bewirkt pro Termin mehr und braucht längere Pausen, der nicht ablative verteilt die Wirkung auf eine Serie. Am Ende zählt, was besser in den Alltag passt: wenige Termine mit Abheilung oder mehrere ohne lange Pause.
Am TULIX lassen sich 1927 nm und 1550 nm einzeln oder kombiniert einsetzen. Der FRACO CO2 XL deckt die kräftige Einzelsitzung ebenso ab wie die CoolPeel-Serie.
Thulium-Laser oder CO2-Laser bei Pigmentflecken und Melasma: Was ist sicherer?
Bei Pigmentflecken und vor allem bei Melasma ist der Thulium-Laser die sicherere Wahl. Pigmentzellen reagieren auf starke Hitze und auf Entzündung leicht mit neuem, dunklerem Pigment. Ein ablativer Laser setzt genau diesen Reiz und kann vor allem bei dunkleren Hauttypen und bei Melasma Flecken auslösen. Der Thulium-Laser mit 1927 nm wirkt in der Oberhaut, wo das Pigment meist liegt. Es wird mit der Hauterneuerung nach außen abgestoßen, bei geschlossener Oberfläche und niedriger Energie. Konsequenter Sonnenschutz bleibt die Voraussetzung.
Der TULIX führt Melasma, Sonnenschäden, Altersflecken und Pigmentstörungen als Anwendungen und ist für alle Hauttypen angegeben. Der FRACO CO2 XL ist das Gerät für Hautstruktur, Narben und Falten.
Tut der Thulium-Laser weniger weh als der CO2-Laser?
Ja, der Thulium-Laser wird in der Regel als deutlich milder empfunden als der CO2-Laser. Er fühlt sich wie ein warmes, feines Prickeln an. Bei sanften Einstellungen reicht oft Kühlung, sonst wirkt eine Betäubungscreme 20 bis 30 Minuten ein. Der fraktionierte CO2-Laser ist ohne Betäubung deutlich spürbar. Hier wirkt die Creme 30 bis 60 Minuten ein, die Impulse fühlen sich wie kurze, heiße Nadelstiche an, und die Haut brennt danach 1 bis 3 Stunden wie bei einem Sonnenbrand.
Der TULIX arbeitet mit Luftkühlung und einem Infrarot-Thermosensor im Handstück. Im CoolPeel-Modus des FRACO CO2 XL gelangt weniger Hitze ins Gewebe. Zusätzlich kühlt der KYROMASTER mit Kaltluft vor, während und nach der Sitzung.
Darf eine Kosmetikerin in Deutschland mit dem CO2-Laser arbeiten und ist der Thulium-Laser eine Alternative?
In Deutschland nicht: Ablative Laseranwendungen wie die Behandlung mit dem CO2-Laser dürfen nach der NiSV nur approbierte Ärztinnen und Ärzte mit entsprechender Weiter- oder Fortbildung durchführen. Dasselbe gilt für Anwendungen, die die Oberhaut als Schutzbarriere verletzen, sowie für die Behandlung von Pigmentflecken und Gefäßen. Ein nicht ablativer Thulium-Laser trägt keine Haut ab und ist die sanftere Alternative. Ob und für welche Behandlung du ihn mit Fachkundenachweis einsetzen darfst, hängt von der Anwendung ab. Kläre das vor dem Kauf mit der zuständigen Behörde. Andere Länder regeln das anders.
Für Kosmetikstudios kommt in Deutschland deshalb allenfalls der nicht ablative TULIX infrage, und nur für Anwendungen ohne Arztvorbehalt. Seine Cloud-Software enthält eine NiSV-konforme Behandlungsdokumentation. Der FRACO CO2 XL gehört in ärztliche Hand. Schulungen und Fachkundekurse bietet die SIAC Akademie an.
Thulium-Laser oder CO2-Laser: Welches Gerät sollte ein Studio oder eine Praxis zuerst kaufen?
Für Betriebe, die ohne lange Ausfallzeit und in Serien arbeiten wollen, ist der Thulium-Laser der sinnvollere Einstieg, für Arztpraxen mit Schwerpunkt Narben und Falten der CO2-Laser. Der nicht ablative Laser spricht eine breite Kundschaft an: kurze Ausfallzeit, alle Hauttypen, weniger Abhängigkeit von der Jahreszeit und Behandlungen, die als Serie gebucht werden. Der CO2-Laser bringt die stärkere Einzelbehandlung, verlangt aber Abheilzeit, mehr Nachsorge und Erfahrung. Wer welche Behandlung durchführen darf, ist je nach Land unterschiedlich geregelt.
Der TULIX kommt ohne Verbrauchsmaterial und ohne Schusslimit aus. Der FRACO CO2 XL bringt zusätzlich einen Cutting-Head und einen gynäkologischen Applikator mit. Welche Reihenfolge zu deinem Betrieb passt, klärst du in der kostenlosen Beratung.