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Alexandritlaser und Nd:YAG-Laser: Wirkung, Hauttypen und Einsatz

Alexandritlaser (755 nm) und langgepulster Nd:YAG-Laser (1064 nm) sind Festkörperlaser und gelten als Referenz in der Laser-Haarentfernung: der Alexandrit für helle Haut und feine Haare, der Nd:YAG für dunkle Haut und tief sitzende Haare. Diese Seite erklärt, wie beide Kristalllaser arbeiten, worin sie sich vom Diodenlaser unterscheiden und was Spotgröße, Pulsdauer und Kühlung bedeuten.

Du erfährst außerdem, welche laufenden Kosten und welche Lebensdauer zu erwarten sind, für welche Kliniken und Studios sich die Geräteklasse lohnt und wie eine Sitzung abläuft. Als Beispiel dient der AlexDUAL UFO von SIACSKIN, der Alexandrit und Nd:YAG in einem Gerät für die Hauttypen I bis VI kombiniert, ergänzt durch den KYROMASTER als Kühlgerät.

Was ist ein Alexandritlaser und wie erzeugt der Kristall das Licht mit 755 nm?

Ein Alexandritlaser ist ein Festkörperlaser: Sein Licht entsteht in einem Alexandritkristall, der durch starke Lichtblitze angeregt wird und daraufhin Laserlicht mit 755 nm abgibt. Der Kristall ist ein mit Chrom versetzter Chrysoberyll. Anders als beim Diodenlaser entsteht das Licht in der Regel im Gerät und wird über einen Lichtleiter zum Handstück geführt. Typisch für diese Bauart sind hohe Pulsenergien, kurze Pulse und ein großer, gleichmäßig ausgeleuchteter Spot. Der Nd:YAG-Laser arbeitet nach demselben Prinzip mit einem anderen Kristall und 1064 nm. Der AlexDUAL UFO vereint beide Kristalllaser in einem Gerät. Sein Alexandritkristall kommt von einem Hersteller aus den USA, entwickelt und gebaut wird das Gerät in Deutschland.

Was ist der Unterschied zwischen einem Alexandritlaser und einem Diodenlaser mit 755 nm?

Beide senden Licht mit 755 nm, aber sie erzeugen es unterschiedlich und geben es in anderer Form ab. Im Alexandritlaser entsteht das Licht in einem Kristall, der sehr hohe Energie in kurzen Pulsen freisetzt, typischerweise in wenigen Millisekunden. Ein Diodenlaser erzeugt 755 nm mit Halbleiterbarren im Handstück. Er ist kompakter und einfacher im Unterhalt, erreicht aber eine geringere Spitzenleistung und arbeitet deshalb meist mit längeren Pulsen oder vielen kleinen Pulsen im Gleitverfahren. Bei feinen Haaren mit wenig Melanin ist die hohe Spitzenleistung des Kristalllasers im Vorteil. SIACSKIN bietet beide Wege: den AlexDUAL UFO als Alexandritlaser mit Pulsen ab 0,3 ms und den DEWEON 4LD als Diodenlaser, der 755 nm mit 808, 940 und 1064 nm kombiniert.

Warum gilt der Alexandritlaser als Goldstandard für die Haarentfernung auf heller Haut?

Melanin nimmt 755 nm besonders stark auf, und der Alexandritlaser liefert diese Wellenlänge mit hoher Energie in sehr kurzen Pulsen. Auf heller Haut ist der Kontrast zwischen Haar und Haut groß: Die Energie landet im Haar, die Oberhaut bekommt wenig davon ab. Kurze Pulse erreichen auch dünnere Haare, die ihre Wärme schnell wieder abgeben. Dazu kommt lange klinische Erfahrung, denn der Alexandritlaser gehört zu den am besten untersuchten Systemen für helle Hauttypen. Im AlexDUAL UFO arbeitet der Alexandritlaser mit Pulsen von 0,3 bis 100 ms und quadratischen Spots von 10 bis 40 mm. Für die dunklen Hauttypen V bis VI ist im selben Gerät der Nd:YAG-Laser mit 1064 nm vorgesehen.

Wie tief dringt der langgepulste Nd:YAG-Laser mit 1064 nm in die Haut ein?

Licht mit 1064 nm dringt von allen Wellenlängen der Laser-Haarentfernung am tiefsten ein, je nach Spotgröße etwa 4 bis 6 mm. Der Grund: Melanin, Blut und Wasser nehmen diese Wellenlänge nur schwach auf, das Licht wird also später abgefangen als bei 755 oder 808 nm. So erreicht es auch tief sitzende Haarwurzeln. Die schwache Absorption hat ihren Preis: Auch das Haar nimmt weniger auf, deshalb braucht der Nd:YAG-Laser mehr Energie und wirkt am besten bei kräftigen, dunklen Haaren. Ein großer Spot verstärkt die Tiefenwirkung, weil weniger Licht zur Seite streut. Im AlexDUAL UFO ist der Nd:YAG-Laser mit 1064 nm für die dunklen Hauttypen V bis VI vorgesehen, mit quadratischen Spots von 10 bis 40 mm und 7500 W Gesamtleistung.

Was bedeutet langgepulst beim Nd:YAG-Laser und was ist der Unterschied zum Q-Switch?

Langgepulst heißt, dass der Laserpuls Millisekunden dauert. Beim Q-Switch-Laser sind es Nanosekunden, der Puls ist also rund eine Million Mal kürzer. Die Pulsdauer bestimmt, was das Licht im Gewebe bewirkt. Millisekunden-Pulse erwärmen größere Strukturen wie Haarfollikel kontrolliert, das ist die Grundlage der Haarentfernung. Nanosekunden-Pulse erzeugen eine Druckwelle, die winzige Farbpartikel zersprengt, deshalb sind sie das Werkzeug für Tattoos und Pigmente. Dieselbe Wellenlänge von 1064 nm führt so zu völlig verschiedenen Behandlungen. Bei SIACSKIN steckt der langgepulste Nd:YAG im AlexDUAL UFO, mit Pulsen von 0,3 bis 100 ms für die Haarentfernung. Der PICOLO L ist dagegen ein Q-Switch-Nd:YAG-Laser im Nanosekundenbereich für Tattoo- und Pigmententfernung.

Was bringt die Kombination von Alexandrit und Nd:YAG in einem Gerät?

Die Kombination deckt mit einem Gerät beide Enden ab: 755 nm für helle Haut und feinere Haare, 1064 nm für dunkle Haut und tief sitzende, kräftige Haare. Ein reiner Alexandritlaser muss dunkle Hauttypen ablehnen, ein reiner Nd:YAG ist bei feinen Haaren auf heller Haut schwach. Zusammen entfällt dieser Kompromiss. Du brauchst außerdem nur einen Stellplatz, eine Einweisung und einen Servicepartner statt zwei. Im Grenzbereich, etwa bei Hauttyp IV, kannst du je nach Hautreaktion auf die längere Wellenlänge ausweichen. Der AlexDUAL UFO ist ein solches Dual-Wave-Gerät für die Hauttypen I bis VI: Alexandrit mit 755 nm für helle Haut, Nd:YAG mit 1064 nm für die Hauttypen V bis VI.

Welche Spotgrößen haben Alexandrit- und Nd:YAG-Laser und wie schnell sind große Zonen behandelt?

Alexandrit- und Nd:YAG-Laser arbeiten meist mit Spots zwischen 10 und 20 mm, einzelne Geräte gehen deutlich darüber. Je größer der Spot, desto weniger Pulse braucht eine Zone und desto tiefer reicht das Licht. Gearbeitet wird in der Regel im Stempelverfahren: Puls neben Puls, mit geringer Überlappung. Beide Beine oder ein Rücken sind mit einem großen Spot meist in 30 bis 45 Minuten behandelt. Voraussetzung ist genug Leistung, damit die Energiedichte auch auf großer Fläche stimmt. Ein quadratischer Spot hat einen praktischen Vorteil: Er lässt sich lückenlos aneinandersetzen, ohne Zwickel wie bei runden Spots. Der AlexDUAL UFO bietet quadratische Spots von 10 bis 40 mm bei 7500 W Gesamtleistung.

Wie wird die Haut beim Alexandrit- und Nd:YAG-Laser gekühlt?

Bei Festkörperlasern sind drei Kühlverfahren üblich: Kaltluft, ein Kältespray unmittelbar vor dem Puls oder ein gekühltes Kontaktfenster. Kaltluft strömt berührungslos über die Zone und kühlt vor, während und nach dem Puls. Kältespray kühlt in Millisekunden sehr gezielt, braucht aber Gaskartuschen als Verbrauchsmaterial. Kontaktkühlung kommt ohne Verbrauch aus, verlangt aber sauberen Hautkontakt. Weil Alexandrit und Nd:YAG mit viel Energie pro Puls arbeiten, ist die Kühlung hier Voraussetzung, besonders bei 1064 nm auf dunkler Haut. Der AlexDUAL UFO hat eine Kompressor- und Vierfachkühlung eingebaut und braucht kein externes Kühlgerät. Wer zusätzlich kühlen will, ergänzt den KYROMASTER: Kaltluft bis minus 50 °C, ohne Verbrauchsmaterial.

Welche laufenden Kosten und welche Lebensdauer hat ein Alexandritlaser im Vergleich zum Diodenlaser?

Ein klassischer Alexandrit- oder Nd:YAG-Laser hat höhere laufende Kosten als ein Diodenlaser, weil mehr Teile verschleißen. Die Blitzlampen, die den Kristall anregen, halten je nach Bauart einige hunderttausend bis wenige Millionen Pulse und werden dann getauscht. Dazu kommen Lichtleiter und Schutzfenster am Handstück, Kühlwasser und Filter, bei Geräten mit Kältespray auch das Gas. Der Kristall selbst altert kaum. Beim Diodenlaser ist dagegen das Handstück mit den Laserbarren das Verschleißteil. Frag vor dem Kauf, welche Teile nach wie vielen Schüssen fällig werden und was sie kosten. Beim AlexDUAL UFO ist der Kristall auf bis zu 100 Millionen Schüsse ausgelegt, und das Gerät kommt ohne externes Kühlgerät aus.

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Für welche Kliniken und Studios lohnt sich ein Alexandrit- und Nd:YAG-Laser?

Diese Geräteklasse lohnt sich für Betriebe, in denen die Haarentfernung ein Schwerpunkt ist und die Auslastung die höhere Investition trägt: dermatologische Praxen, ästhetische Kliniken und spezialisierte Laserstudios mit mehreren Kabinen. Typische Gründe sind eine anspruchsvolle Kundschaft mit feinen Resthaaren nach früheren Behandlungen, ein internationales Publikum mit allen Hauttypen und der Wunsch, sich von Studios mit Diodenlaser abzuheben. Für den Einstieg mit kleinerem Budget ist ein Diodenlaser wie der DEWEON 4LD meist die wirtschaftlichere Wahl. Der AlexDUAL UFO ist für diesen Anspruch gebaut: Alexandrit und Nd:YAG in einem Gerät, Hauttypen I bis VI und die SIA-KI mit Kameras am Handstück.

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Wofür wird der langgepulste Nd:YAG-Laser außer zur Haarentfernung eingesetzt?

Langgepulste Nd:YAG-Laser werden allgemein auch für Gefäße wie Besenreiser und für die nicht ablative Hautverjüngung eingesetzt. Möglich macht das die große Eindringtiefe von 1064 nm: Das Licht erreicht tiefer liegende Gefäße und erwärmt die Lederhaut, was die Kollagenbildung anregt. Welche dieser Anwendungen ein bestimmtes Gerät abdeckt, hängt von Pulsdauer, Spot, Kühlung und der Zweckbestimmung des Herstellers ab. Der AlexDUAL UFO ist für die Haarentfernung an Gesicht und Körper ausgelegt. Für Gefäße und Rötungen führt SIACSKIN andere Geräte: den Velaslift, einen Diodenlaser mit vier Wellenlängen für Gefäßläsionen und Besenreiser, und den DERMAFORCE BBL PRO, ein BroadBand-Light-System für Rötungen und Couperose.

Welcher Laser erfasst feine Resthaare, wenn die Haare nach einigen Sitzungen dünner werden?

Für feine, noch pigmentierte Resthaare ist der Alexandritlaser mit 755 nm und kurzen Pulsen die naheliegende Wahl. Im Lauf einer Behandlungsserie werden die verbliebenen Haare dünner und heller. Sie enthalten weniger Melanin und geben Wärme schneller ab, sodass lange Pulse und längere Wellenlängen sie kaum noch ausreichend erhitzen. 755 nm wird von Melanin deutlich stärker aufgenommen als 808 oder 1064 nm, und Pulse von wenigen Millisekunden erhitzen auch ein dünnes Haar, bevor die Wärme abfließt. Grenzen bleiben: Weiße, graue und rote Haare sprechen auf Laser kaum an. Der AlexDUAL UFO arbeitet mit Alexandrit bei 755 nm und Pulsen ab 0,3 ms. Für helle, blonde und sehr feine Haare hat SIACSKIN den VCL DERMALIGHT, ein LED-System mit 750 bis 890 nm.

Wie behandelt man mit einem Gerät eine gemischte Kundschaft mit Hauttyp I bis VI?

Mit zwei Wellenlängen in einem Gerät und einem festen Ablauf: Hauttyp bestimmen, Wellenlänge wählen, Probeschuss setzen, Reaktion abwarten. Für helle Haut nimmst du 755 nm, für dunkle Haut 1064 nm mit längerem Puls und kräftiger Kühlung. Die häufigste Fehlerquelle ist dabei frische Bräune, die die Haut um 1 bis 2 Stufen dunkler macht als beim letzten Termin. Dokumentiere deshalb Einstellung und Reaktion für jede Zone, damit auch eine Kollegin beim nächsten Termin sicher anschließen kann. Der AlexDUAL UFO deckt mit Alexandrit und Nd:YAG die Hauttypen I bis VI ab. Die SIA-KI stellt mit Kameras am Handstück Hauttyp, Körperregion und Energie automatisch ein, das Kundenmanagement dokumentiert die behandelten Zonen.

Wie läuft eine Sitzung mit dem Alexandrit- oder Nd:YAG-Laser ab?

Eine Sitzung beginnt mit dem Blick auf Haut und Haare und einem Probeschuss, danach wird die Zone Puls für Puls abgearbeitet. Die Haut ist frisch rasiert und sauber, alle im Raum tragen Schutzbrillen, die zur Wellenlänge passen. Die Pulse werden nebeneinandergesetzt, mit leichter Überlappung und laufender Kühlung. Achseln dauern wenige Minuten, beide Beine meist 30 bis 60 Minuten. Direkt danach sind Rötung und kleine Schwellungen um die Follikel normal und klingen meist innerhalb von Stunden ab. Üblich sind 6 bis 8 Sitzungen im Abstand von 4 bis 8 Wochen. Beim AlexDUAL UFO stellt die SIA-KI Hauttyp, Körperregion und Energie automatisch ein. Die quadratischen Spots von 10 bis 40 mm lassen sich an kleine wie große Zonen anpassen.

Ist die Behandlung mit dem Nd:YAG-Laser unangenehmer als mit dem Alexandritlaser?

Ja, die meisten empfinden den Nd:YAG-Laser als etwas intensiver als den Alexandritlaser. Der Grund liegt in der Physik: 1064 nm wird vom Haar schwächer aufgenommen, deshalb arbeitet man mit mehr Energie, und die Wärme entsteht tiefer im Gewebe. Beschrieben wird das als kurzer, tiefer Hitzeimpuls, während sich der Alexandritlaser eher wie ein schnelles Schnippen an der Hautoberfläche anfühlt. Wie stark der Reiz ausfällt, hängt von Zone, Haardichte und Kühlung ab. Mit jeder Sitzung werden die Haare weniger, und die Behandlung wird angenehmer. Der AlexDUAL UFO kühlt mit Kompressor- und Vierfachkühlung. Für empfindliche Zonen lässt sich der KYROMASTER ergänzen, der mit Kaltluft bis minus 50 °C vor, während und nach dem Puls kühlt.

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