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Tattooentfernung per Laser: Pikosekundenlaser und Q-Switch im Vergleich

Bei der Tattooentfernung per Laser zerlegen ultrakurze Lichtimpulse die Farbpigmente in kleinste Partikel, die der Körper über das Lymphsystem abtransportiert. Hier erfährst du, worin sich Pikosekundenlaser und Q-Switch-Laser unterscheiden, welche Wellenlänge welche Tattoofarbe entfernt, wie viele Sitzungen nötig sind und wie Heilung und Nachsorge ablaufen.

SIACSKIN bietet dafür drei Geräte: den Pikosekundenlaser PICOLO XL sowie die Q-Switch-Nd:YAG-Laser PICOLO L und PICOLO S, dazu den KYROMASTER für die Hautkühlung. Die Antworten helfen dir auch bei der Wahl des passenden Lasers für dein Studio, deine Praxis oder deine Klinik, vom Einstieg bis zum Schwerpunkt Tattooentfernung.

Wie funktioniert die Tattooentfernung per Laser?

Der Laser zertrümmert die Farbpigmente in der Haut mit extrem kurzen, energiereichen Lichtimpulsen, den Rest erledigt der Körper selbst. Tattoofarbe liegt in der Lederhaut in Partikeln, die für die Fresszellen des Immunsystems zu groß sind. Das Pigment nimmt den Laserimpuls auf, dabei entsteht eine Druckwelle, der photoakustische Effekt. Die Partikel zerspringen, das umliegende Gewebe erwärmt sich dabei nur wenig. In den folgenden Wochen transportiert das Lymphsystem die Bruchstücke ab, und das Tattoo verblasst von Sitzung zu Sitzung. Je kürzer der Impuls, desto feiner zerfällt das Pigment. Der PICOLO XL von SIACSKIN arbeitet mit 280 Pikosekunden, PICOLO L und PICOLO S sind Q-Switch-Nd:YAG-Laser mit Impulsen im Nanosekundenbereich.

Was ist der Unterschied zwischen Pikosekundenlaser und Q-Switch-Laser bei der Tattooentfernung?

Der Unterschied liegt in der Pulsdauer: Ein Q-Switch-Laser gibt seine Energie in Nanosekunden ab, ein Pikosekundenlaser in Pikosekunden, also in Billionstel statt Milliardstel Sekunden. Bei so kurzen Impulsen überwiegt die mechanische Druckwelle gegenüber der Wärme. Das Pigment zerfällt in feinere Partikel, die der Körper leichter abtransportiert, und das Gewebe ringsum wird thermisch weniger belastet. In der Praxis heißt das oft weniger Sitzungen, vor allem bei hartnäckigen Farben und vorbehandelten Tattoos. Q-Switch-Laser sind seit Jahrzehnten bewährt und liefern bei schwarzen und dunklen Tattoos gute Ergebnisse. Bei SIACSKIN ist der PICOLO XL der Pikosekundenlaser mit 280 ps Pulsdauer. PICOLO L und PICOLO S sind Q-Switch-Nd:YAG-Laser im Nanosekundenbereich.

Welche Wellenlänge entfernt welche Tattoofarbe?

Jede Farbe braucht die Wellenlänge, die sie am stärksten aufnimmt: 1064 nm für Schwarz und dunkle Töne, 532 nm für Rot und Orange, 755 nm für Grün und Blau. Ein Laser mit nur einer Wellenlänge lässt bei bunten Tattoos deshalb Farbreste stehen. 1064 nm dringt außerdem am tiefsten ein und schont die Oberhaut, darum ist diese Wellenlänge die Basis jeder Tattooentfernung. Der PICOLO XL bietet 532, 755, 1064 und 1320 nm, optional erweitert ein Dye-Head mit 585 und 650 nm das Spektrum. Der PICOLO L arbeitet mit 1064 und 532 nm und deckt damit Schwarz, dunkle Töne sowie Rot und Orange ab. Für den PICOLO S sind 532, 755, 1064 und 1320 nm angegeben.

Welche Tattoofarben lassen sich mit dem Laser am schwersten entfernen?

Am schwersten gehen Grün, Türkis, Hellblau, Gelb und Weiß weg, am leichtesten Schwarz. Schwarz nimmt praktisch jede Wellenlänge auf, bunte Pigmente dagegen nur einen schmalen Bereich. Trifft der Laser diesen Bereich nicht, passiert wenig. Gelb und Weiß absorbieren kaum Laserlicht, und Farben mit Titandioxid oder Eisenoxid, etwa Hauttöne, können beim Lasern sogar nachdunkeln. Dazu kommt, dass moderne Tattoofarben oft Mischungen aus mehreren Pigmenten sind. Für mehrfarbige Tattoos zählt deshalb ein Gerät mit mehreren Wellenlängen. Der PICOLO XL kombiniert 532, 755 und 1064 nm mit Pikosekundenimpulsen und ist ausdrücklich für mehrfarbige Tattoos ausgelegt. Optional kommt ein Dye-Head mit 585 und 650 nm dazu.

Wie viele Sitzungen braucht eine Tattooentfernung mit dem Laser?

Meist sind 4 bis 8 Sitzungen nötig, bei dichten, mehrfarbigen Profi-Tattoos können es auch 10 oder mehr sein. Laientattoos mit wenig Farbe verblassen oft schon nach 3 bis 5 Sitzungen. In jeder Sitzung wird nur ein Teil der Pigmente zerkleinert, und der Körper braucht Zeit, um die Bruchstücke abzutransportieren. Vorab lässt sich die Zahl nur schätzen, weil Farbmenge, Stichtiefe und Zusammensetzung der Farbe von außen nicht zu sehen sind. Der Pikosekundenlaser PICOLO XL zerlegt Pigmente mit 280 ps besonders fein, was die Sitzungszahl gegenüber Nanosekundenlasern häufig senkt. Beim Q-Switch-Laser PICOLO L solltest du laut SIACSKIN mit etwas mehr Sitzungen rechnen.

Wie viel Abstand sollte zwischen zwei Laser-Sitzungen bei der Tattooentfernung liegen?

Zwischen zwei Sitzungen sollten mindestens 6 bis 8 Wochen liegen, längere Pausen schaden nicht. In dieser Zeit heilt die Haut ab, und das Lymphsystem transportiert die zertrümmerten Pigmente ab. Dieser Abbau läuft über Wochen weiter, das Tattoo hellt also auch ohne neue Sitzung noch auf. Wer zu früh nachbehandelt, belastet die Haut unnötig und gewinnt nichts, weil der Körper nicht schneller arbeitet. An Unterschenkeln und Füßen sowie bei dunkleren Hauttypen sind eher 8 bis 12 Wochen sinnvoll. PICOLO XL, PICOLO L und PICOLO S bringen ein Kundenmanagement mit, das behandelte Zonen und Schusszahlen jeder Sitzung festhält. So planst du den Verlauf sauber und siehst, was zuletzt gemacht wurde.

Wovon hängt es ab, wie gut sich ein Tattoo mit dem Laser entfernen lässt?

Entscheidend sind Farbe, Farbmenge, Stichtiefe, Alter des Tattoos, Hauttyp und Körperstelle. Schwarze, ältere und dünn gestochene Tattoos lassen sich am besten entfernen, weil der Körper über die Jahre schon Pigment abgebaut hat. Dichte, übereinander gestochene oder bunte Motive brauchen mehr Sitzungen. Stellen nahe am Rumpf, etwa Nacken oder Oberarm, sind gut durchblutet und sprechen schneller an als Hände, Knöchel und Füße. Bei dunklerer Haut wird vorsichtiger und mit längeren Abständen gearbeitet. Auch Rauchen und Narben im Tattoo bremsen den Fortschritt. Für tief sitzende und mehrfarbige Tattoos ist der PICOLO XL ausgelegt: 280 ps Pulsdauer, bis 3600 mJ Energie und Spotgrößen von 2 bis 10 mm.

Kann man ein Tattoo für ein Cover-up nur aufhellen lassen?

Ja, für ein Cover-up reicht es meist, das alte Tattoo in 2 bis 4 Sitzungen so weit aufzuhellen, dass das neue Motiv frei gestaltet werden kann. Der Tätowierer muss dann nicht mehr mit großen dunklen Flächen überdecken und kann auch helle Farben und feine Linien einsetzen. Oft werden nur die dunkelsten Partien gelasert. Vor dem neuen Stechen muss die Haut vollständig abgeheilt sein, üblich sind mindestens 6 bis 8 Wochen nach der letzten Sitzung. Da es meist um schwarze und dunkle Farbe geht, genügt dafür ein Q-Switch-Nd:YAG-Laser mit 1064 nm wie der PICOLO L oder der PICOLO S. Für Betriebe, die mit Tätowierern zusammenarbeiten, ist das Aufhellen ein gefragtes Angebot.

Kann man Permanent Make-up mit dem Laser entfernen?

Ja, Permanent Make-up an Augenbrauen und Lippen lässt sich lasern, verlangt aber mehr Vorsicht als ein Körpertattoo. Die Pigmente sitzen flacher und sind oft schon nach 2 bis 4 Sitzungen deutlich heller. Viele PMU-Farben enthalten jedoch Eisenoxid oder Titandioxid und können beim ersten Laserimpuls grau oder dunkel umschlagen, vor allem Haut-, Rot- und Brauntöne. Deshalb wird immer zuerst eine kleine Probestelle behandelt. Härchen in der Braue können vorübergehend heller werden. Lidstriche gehören wegen der Nähe zum Auge in ärztliche Hand. Für so feine Areale brauchst du kleine Spots und fein dosierbare Energie. Der PICOLO XL bietet Spotgrößen ab 2 mm und Energien ab 100 mJ, auch der PICOLO L arbeitet mit Spots von 2 bis 10 mm.

Tut die Tattooentfernung mit dem Laser weh und wie wird die Haut gekühlt?

Ja, das Lasern ist deutlich spürbar, die meisten vergleichen es mit einem Gummiband, das auf die Haut schnippt. Dafür dauert die Behandlung bei kleinen Motiven nur wenige Minuten. Empfindlich sind Stellen über Knochen wie Knöchel, Rippen und Handgelenk. Am meisten hilft Kühlung: Kalte Luft vor, während und nach den Impulsen dämpft das Schmerzempfinden und nimmt Wärme aus der Haut. Bei Bedarf kommt vorher eine betäubende Creme dazu. Der KYROMASTER von SIACSKIN arbeitet mit Kaltluft bis minus 50 °C, als Prä-, Parallel- und Nachkühlung, und braucht kein Verbrauchsmaterial. Er ist für Pikosekunden- und Nd:YAG-Laser geeignet, also für PICOLO XL, PICOLO L und PICOLO S.

Wie verläuft die Heilung nach einer Tattooentfernung und was gehört zur Nachsorge?

Die Haut braucht nach jeder Sitzung etwa 1 bis 2 Wochen, bis sie oberflächlich abgeheilt ist. Direkt nach dem Lasern färbt sich die Stelle kurz weißlich, danach folgen Rötung und Schwellung, manchmal Bläschen und später Krusten. In den ersten Tagen wird gekühlt, die Stelle sauber gehalten und mit Wundpflege und lockerem Verband geschützt. Blasen nicht aufstechen, Krusten nicht abkratzen, sonst drohen Narben und Pigmentverschiebungen. Sauna, Schwimmbad, Reibung und Sonne sind bis zur Abheilung tabu, danach gehört hoher Lichtschutz auf die Stelle. Die Nachkühlung mit dem KYROMASTER lindert Brennen und Schwellung direkt nach der Sitzung. Die einzelnen Schritte und passende Pflege findest du im Nachsorge-Guide von SIACSKIN.

Mehr erfahren: Nachsorge nach Laser & Microneedling

Welche Nebenwirkungen kann die Tattooentfernung mit dem Laser haben?

Üblich sind Rötung, Schwellung, punktförmige Blutungen, Bläschen und Krusten, die innerhalb von 1 bis 2 Wochen abheilen. Seltener bleiben helle oder dunkle Pigmentverschiebungen zurück, die sich meist über Monate zurückbilden, bei dunkleren Hauttypen aber länger anhalten können. Narben entstehen vor allem durch zu hohe Energie, zu kurze Abstände oder Kratzen an den Krusten. Möglich sind außerdem allergische Reaktionen auf freigesetzte Farbbestandteile, besonders bei Rot, und das Nachdunkeln einzelner Farben. Das Risiko sinkt mit passenden Parametern. Beim PICOLO XL und beim PICOLO L stellt die SIA-KI die Parameter automatisch ein. Die Pikosekundenimpulse des PICOLO XL belasten das umliegende Gewebe zudem thermisch weniger als Nanosekundenimpulse.

Worauf sollte man beim Kauf eines Lasers für die Tattooentfernung achten?

Achte auf vier Werte: Pulsdauer, Pulsenergie, Spotgrößen und Wellenlängen. Die Pulsdauer bestimmt, wie fein das Pigment zerfällt. Hohe Energie brauchst du, damit auch ein großer Spot genug Energiedichte liefert, denn große Spots dringen tiefer ein und erreichen tief sitzende Farbe. Kleine Spots sind für feine Linien nötig. Die Wellenlängen entscheiden, welche Farben du überhaupt behandeln kannst: 1064 nm ist Pflicht, 532 nm für Rot, 755 nm für Grün und Blau. Dazu kommen Wiederholrate und Kühlung für zügiges Arbeiten. Der PICOLO XL bringt 280 ps, 100 bis 3600 mJ, Spots von 2 bis 10 mm, 1 bis 10 Hz und vier Wellenlängen mit. Der PICOLO L liefert bei 1064 nm bis 1800 mJ und bei 532 nm bis 500 mJ.

Welcher PICOLO-Laser passt zu welchem Betrieb: PICOLO XL, PICOLO L oder PICOLO S?

Der PICOLO XL passt zu Praxen und Kliniken mit Schwerpunkt Tattooentfernung, der PICOLO L zu Betrieben mit regelmäßigen Tattoo- und Pigmentbehandlungen, der PICOLO S zum Einstieg. Der PICOLO XL ist der Pikosekundenlaser: 280 ps, bis 3600 mJ, vier Wellenlängen, gedacht für mehrfarbige und tief sitzende Tattoos. Der PICOLO L ist ein Q-Switch-Nd:YAG-Laser mit 1064 und 532 nm und bis 1800 mJ, laut SIACSKIN wirtschaftlicher als der PICOLO XL bei etwas mehr Sitzungen. Der PICOLO S ist das Einstiegsgerät mit Q-Switch-Technik, 10 bis 2000 mJ und fünf Sonden. Er lohnt sich für kleinere Tattoos, das Aufhellen vor einem Cover-up und Carbon Peeling bei überschaubarem Behandlungsvolumen. Wer welche Behandlung durchführen darf, ist je nach Land unterschiedlich geregelt.

Mehr erfahren: Kostenlose Beratung für Lasergeräte

Kann man Tattoos auch auf dunkler Haut mit dem Laser entfernen?

Ja, auch auf dunkler Haut lassen sich Tattoos entfernen, am sichersten mit 1064 nm, geringerer Energie und längeren Abständen. Dunkle Haut enthält viel Melanin, das Laserlicht ebenfalls aufnimmt. Kürzere Wellenlängen wie 532 und 755 nm werden stark vom Melanin absorbiert und können helle oder dunkle Flecken hinterlassen. 1064 nm wird vom Hautpigment deutlich weniger aufgenommen und erreicht die Tattoofarbe in der Tiefe. Schwarze Tattoos sind deshalb gut behandelbar, bunte Farben bei Hauttyp V bis VI nur eingeschränkt. Eine Probestelle vorab ist sinnvoll. Alle drei Modelle, PICOLO XL, PICOLO L und PICOLO S, arbeiten mit 1064 nm. Die Pikosekundenimpulse des PICOLO XL erzeugen dabei weniger Wärme im umliegenden Gewebe.

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