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Pikosekundenlaser oder Q-Switch-Laser: Unterschiede, Einsatz und Auswahl

Pikosekundenlaser oder Q-Switch-Laser: Beide zertrümmern Tattoofarbe und Pigment mit ultrakurzen Impulsen, aber unterschiedlich fein, mit unterschiedlich viel Wärme und in sehr verschiedenen Preisklassen. Diese Seite vergleicht Pulsdauer, photoakustische und photothermische Wirkung, Tattoofarben, Sitzungszahl, Hautreaktion und den Einsatz bei Pigmentflecken, Melasma und Hautverjüngung.

SIACSKIN bietet beide Technologien an: den PICOLO XL als Pikosekundenlaser mit 280 ps sowie den PICOLO L und den PICOLO S als Q-Switch-Nd:YAG-Laser im Nanosekundenbereich. So erkennst du, welcher Lasertyp zu deinen Behandlungen passt und wann sich der Aufpreis für Pikosekunden rechnet.

Wirkt ein Pikosekundenlaser photoakustisch und ein Q-Switch-Laser photothermisch?

Nicht ganz: Beide Laser zertrümmern Pigment über eine Druckwelle, der Unterschied liegt im Verhältnis von mechanischer zu thermischer Wirkung. Ein Q-Switch-Laser gibt seine Energie in einigen Nanosekunden ab. Das reicht für den photoakustischen Effekt, ein Teil der Energie fließt aber als Wärme ins umliegende Gewebe. Bei Pikosekundenimpulsen ist die Energie eingebracht, bevor das Partikel sich ausdehnen oder Wärme abgeben kann. Die Wirkung ist fast rein mechanisch, das Pigment zerfällt feiner. Überwiegend photothermisch arbeiten solche Laser erst im Long-Pulse-Modus. Bei SIACSKIN ist der PICOLO XL der Pikosekundenlaser mit 280 ps, der PICOLO L und der PICOLO S sind Q-Switch-Nd:YAG-Laser im Nanosekundenbereich.

Wie viel kürzer ist ein Pikosekundenimpuls als ein Nanosekundenimpuls und was ändert das am Pigment?

Eine Pikosekunde ist ein Tausendstel einer Nanosekunde, in der Praxis sind Pikosekundenimpulse etwa 10- bis 30-mal kürzer als die Impulse eines Q-Switch-Lasers. Q-Switch-Laser arbeiten typischerweise mit etwa 5 bis 10 Nanosekunden, Pikosekundenlaser mit wenigen hundert Pikosekunden. Entscheidend ist, wie die Pulsdauer zur Partikelgröße passt: Tattoopigmente sind so klein, dass sie Wärme und Druck in weniger als einer Nanosekunde wieder abgeben. Ist der Impuls kürzer als diese Zeit, baut sich die Spannung im Partikel auf, bis es zerspringt. Längere Impulse heizen es eher auf. Der PICOLO XL von SIACSKIN arbeitet mit 280 ps. Der PICOLO L und der PICOLO S sind Q-Switch-Nd:YAG-Laser mit Impulsen im Nanosekundenbereich.

Was bedeutet Spitzenleistung und warum ist sie beim Pikosekundenlaser höher als beim Q-Switch-Laser?

Die Spitzenleistung ist die Pulsenergie geteilt durch die Pulsdauer, und weil der Pikosekundenimpuls viel kürzer ist, steigt sie bei gleicher Energie um ein Vielfaches. Ein Rechenbeispiel: 500 mJ in 5 Nanosekunden ergeben 100 Megawatt, dieselben 500 mJ in 280 Pikosekunden rund 1,8 Gigawatt. Diese Leistung trifft das Pigment schlagartig und sprengt es, statt es zu erhitzen. Die Wattzahl im Datenblatt beschreibt dagegen das Gerät insgesamt und sagt über den einzelnen Impuls wenig. Vergleiche deshalb immer Pulsdauer und Energie pro Impuls zusammen. Der PICOLO XL ist mit 280 ps und 100 bis 3600 mJ angegeben, der PICOLO L mit bis zu 1800 mJ bei 1064 nm und bis zu 500 mJ bei 532 nm.

Bei welchen Tattoofarben ist der Pikosekundenlaser dem Q-Switch-Laser überlegen und wo nicht?

Den größten Vorsprung hat der Pikosekundenlaser bei Grün, Blau, Türkis und anderen hartnäckigen Buntfarben, bei schwarzen Tattoos ist der Unterschied am kleinsten. Schwarz nimmt 1064 nm so gut auf, dass auch Nanosekundenimpulse es zuverlässig zerlegen. Bunte Pigmente absorbieren schwächer und sind oft sehr feinkörnig, hier bringt die stärkere mechanische Wirkung kurzer Impulse mehr. Rot und Orange sprechen mit 532 nm auf beide Lasertypen gut an. Weiß, Gelb und Hauttöne bleiben für beide schwierig. Zusätzlich muss die Wellenlänge zur Farbe passen. Der PICOLO XL kombiniert 280 ps mit 532, 755, 1064 und 1320 nm, optional mit Dye-Head für 585 und 650 nm. Der PICOLO L deckt mit 1064 und 532 nm Schwarz, dunkle Töne, Rot und Orange ab.

Spart ein Pikosekundenlaser wirklich Sitzungen gegenüber einem Q-Switch-Laser?

Ja, häufig, aber nicht bei jedem Tattoo gleich viel. Üblich sind bei der Tattooentfernung 4 bis 8 Sitzungen im Abstand von 6 bis 8 Wochen, mit Pikosekundenimpulsen liegt man eher am unteren Ende dieser Spanne. Am deutlichsten ist die Ersparnis bei bunten, dichten und bereits vorbehandelten Tattoos. Bei einem dünn gestochenen schwarzen Laientattoo kommt auch ein Q-Switch-Laser in wenigen Sitzungen ans Ziel. Farbe, Stichtiefe, Körperstelle und Immunsystem bestimmen den Verlauf stärker als der Lasertyp allein, eine feste Zahl kann vorab niemand zusagen. Für den Q-Switch-Laser PICOLO L nennt SIACSKIN selbst etwas mehr Sitzungen als für den PICOLO XL, dafür ist er in der Anschaffung wirtschaftlicher.

Hilft ein Pikosekundenlaser, wenn ein Tattoo auf den Q-Switch-Laser nicht mehr anspricht?

Oft ja: Wird ein Tattoo nach mehreren Q-Switch-Sitzungen kaum noch heller, bringt der Wechsel auf Pikosekundenimpulse häufig wieder Fortschritt. Mit jeder Sitzung werden die verbliebenen Partikel kleiner. Je kleiner das Partikel, desto kürzer muss der Impuls sein, um es noch zu sprengen. Nanosekundenimpulse erwärmen solche Reste zunehmend nur noch. Ein zweiter Grund sind Farben, für die bisher die passende Wellenlänge fehlte, etwa Grün oder Blau. Schwierig bleibt es, wenn der Stillstand an Narbengewebe oder an nachgedunkeltem Pigment liegt, dann stößt jede Technik an Grenzen. Der PICOLO XL ist mit 280 ps und vier Wellenlängen für mehrfarbige und tief sitzende Tattoos ausgelegt und damit das passende Gerät für solche Fälle.

Wie unterscheidet sich die Hautreaktion nach Pikosekundenlaser und Q-Switch-Laser?

Nach beiden Lasern wird die Stelle erst weißlich, dann rot und geschwollen, nach dem Pikosekundenlaser fällt die Reaktion aber meist milder aus. Weil weniger Wärme ins umliegende Gewebe geht, entstehen seltener große Blasen und dicke Krusten. Nach Nanosekundenimpulsen sind Bläschen, punktförmige Blutungen und Krusten häufiger, besonders bei hoher Energie und dichter Farbe. Oberflächlich abgeheilt ist die Haut in beiden Fällen nach etwa 1 bis 2 Wochen, der Abstand von 6 bis 8 Wochen bis zur nächsten Sitzung bleibt gleich. Das Risiko für helle oder dunkle Flecken hängt vor allem von Hauttyp, Wellenlänge und Energie ab. Beim PICOLO XL und beim PICOLO L stellt die SIA-KI die Parameter automatisch ein, die Reaktion nach dem Probeimpuls beurteilst du selbst.

Tut die Behandlung mit dem Pikosekundenlaser weniger weh als mit dem Q-Switch-Laser?

Der Unterschied ist klein: Beide Laser fühlen sich an wie ein schnippendes Gummiband, viele empfinden Pikosekundenimpulse als etwas kürzer und weniger brennend. Wie stark es zieht, hängt mehr von Energie, Spotgröße, Farbdichte und Körperstelle ab als vom Lasertyp. Über Knochen und an dünner Haut ist es mit beiden Geräten unangenehm. Das Nachbrennen ist nach dem Pikosekundenlaser oft kürzer, weil weniger Wärme im Gewebe bleibt. Am meisten erreichst du über die Kühlung und bei Bedarf eine betäubende Creme vor der Sitzung. Der KYROMASTER kühlt die Haut mit Kaltluft bis minus 50 °C vor, während und nach den Impulsen. Er ist für Pikosekunden- und Nd:YAG-Laser geeignet, also für den PICOLO XL ebenso wie für den PICOLO L und den PICOLO S.

Welches Pigment behandelt der Q-Switch-Laser gut und wo ist der Pikosekundenlaser im Vorteil?

Oberflächliches Pigment wie Sommersprossen und Sonnenflecken behandeln beide Lasertypen gut, im Vorteil ist der Pikosekundenlaser bei tief liegendem Pigment und bei Haut, die leicht nachdunkelt. Flecken in der Oberhaut nehmen 532 nm stark auf und schuppen nach etwa 5 bis 10 Tagen ab, meist reichen 1 bis 3 Sitzungen. Pigment in der Lederhaut braucht 1064 nm und mehr Sitzungen, hier zerlegen kürzere Impulse die Körnchen feiner. Bei Flecken nach Entzündungen ist Wärme das Problem: Je weniger davon im Gewebe bleibt, desto geringer das Risiko, dass neue Flecken entstehen. Der PICOLO XL führt Pigmentstörungen als Anwendung und arbeitet mit 280 ps. Der PICOLO L deckt mit 532 und 1064 nm beide Tiefen im Nanosekundenbereich ab. Für gelegentliche Pigmentbehandlungen genügt der PICOLO S.

Pikosekundenlaser oder Q-Switch-Laser bei Melasma: Welcher ist die vorsichtigere Wahl?

Vorsichtiger ist der Laser, der mit weniger Wärme auskommt, und das ist bei vergleichbarer Wirkung meist der Pikosekundenlaser. Melasma reagiert auf Hitze und Entzündung mit neuem Pigment. Deshalb wird mit 1064 nm, großem Spot und sehr niedriger Energie über mehrere Sitzungen gearbeitet, dem sogenannten Laser-Toning. Das geht mit Q-Switch- und mit Pikosekundenlasern. Zu hohe Energie oder zu kurze Abstände können bei beiden zu fleckigen Aufhellungen oder einem Rückfall führen. Die Ursache beseitigt kein Laser, Sonnenschutz und Erhaltung gehören immer dazu. Der PICOLO XL und der PICOLO L führen Melasma als Anwendung. Als nicht ablative Alternative mit 1927 nm bietet SIACSKIN den TULIX an.

Hautbild und Poren verbessern: Reicht ein Q-Switch-Laser oder braucht es Pikosekunden?

Für feinere Poren, weniger Talg und einen frischeren Hautton reicht ein Q-Switch-Laser, für eine Wirkung auf die Hautstruktur in der Tiefe ist der Pikosekundenlaser im Vorteil. Der Q-Switch-Laser arbeitet hier an der Oberfläche: mit Carbon Peeling und mit sanftem Toning bei niedriger Energie, üblich sind 3 bis 6 Sitzungen alle 2 bis 4 Wochen. Fraktionierte Pikosekundenimpulse bündeln die Energie auf viele kleine Punkte und setzen Reize unter der intakten Oberhaut, die den Kollagenumbau anstoßen. Das zielt stärker auf feine Linien und unebene Textur. Für Carbon Peeling sind der PICOLO S und der PICOLO L die passenden Geräte, der PICOLO L bringt zusätzlich den Genesis-Modus für Skin Rejuvenation mit. Der PICOLO XL bietet 755 nm auch in einer Honeycomb-Variante.

Wozu haben Pikosekundenlaser und Q-Switch-Laser zusätzlich einen Long-Pulse-Modus?

Der Long-Pulse-Modus macht aus dem Pigmentlaser ein Werkzeug für sanfte Wärme: Der Impuls ist viel länger und erwärmt das Gewebe, statt Partikel zu sprengen. Ohne Güteschaltung gibt der Laser seine Energie über einen deutlich längeren Zeitraum ab. Die Spitzenleistung sinkt, die Druckwelle bleibt aus, und die Wärme verteilt sich gleichmäßig in der Lederhaut. Genutzt wird das für Behandlungen zur Hautverjüngung, bei denen Kollagen angeregt und das Hautbild ebenmäßiger werden soll. Für Tattoos und Pigmentflecken ist dieser Modus nicht gedacht. Der PICOLO XL bietet neben dem Pico-Modus einen Long-Pulse-Modus. Der PICOLO L ergänzt den Q-Switch-Betrieb um Long Pulse und den Genesis-Modus für Skin Rejuvenation.

Warum kostet ein Pikosekundenlaser mehr als ein Q-Switch-Laser und wie groß ist der Unterschied?

Ein Pikosekundenlaser ist teurer, weil das Erzeugen und Verstärken so kurzer Impulse technisch viel aufwendiger ist als die Güteschaltung eines Nanosekundenlasers. Laserquelle und Optik müssen sehr hohe Spitzenleistungen aushalten, dazu kommen meist mehr Wellenlängen. Bei SIACSKIN siehst du den Abstand an den Raten: der PICOLO XL ab ca. 1.000 €/Monat, der PICOLO L ab ca. 690 €/Monat, der PICOLO S als Einstieg ab ca. 130 €/Monat. Als Richtwert gilt im Leasing rund 1 % des Nettopreises pro Monat bei 60 Monaten Laufzeit, zuzüglich Mehrwertsteuer und abhängig von der Bonität. Die aktuellen Nettopreise stehen auf den Produktseiten.

Mehr erfahren: Finanzierung und Leasing

Ab welchem Behandlungsvolumen lohnt sich ein Pikosekundenlaser statt eines Q-Switch-Lasers?

Ein Pikosekundenlaser lohnt sich, sobald Tattoo- und Pigmentbehandlungen ein fester Schwerpunkt sind und viele bunte oder vorbehandelte Tattoos kommen. Dann zählen kürzere Behandlungsserien und die Möglichkeit, schwierige Fälle anzunehmen. Laufen Tattooaufhellung, Pigment und Carbon Peeling nur neben dem Hauptgeschäft, trägt ein Q-Switch-Laser die niedrigere Rate leichter. Rechne mit deinen eigenen Zahlen: Sitzungen pro Monat, Preis pro Sitzung und Rate. Bei SIACSKIN heißt das: der PICOLO S für den Einstieg mit kleinem Volumen, der PICOLO L für regelmäßige Behandlungen, der PICOLO XL für Praxen und Kliniken mit Schwerpunkt Tattooentfernung. Der Preisrechner hilft dir, Rate und Behandlungszahlen gegenüberzustellen. Wer welche Behandlung durchführen darf, ist je nach Land unterschiedlich geregelt.

Mehr erfahren: Preisrechner

Sind Q-Switch-Laser durch den Pikosekundenlaser überholt?

Nein, Q-Switch-Laser sind weiterhin Standard und für viele Betriebe die vernünftigere Wahl. Schwarze und dunkle Tattoos, das Aufhellen vor einem Cover-up, Altersflecken und Carbon Peeling gelingen mit Nanosekundenimpulsen zuverlässig. Die Technik ist seit Jahrzehnten erprobt und deutlich günstiger. Der Pikosekundenlaser spielt seine Stärken dort aus, wo es schwierig wird: bunte Farben, tief sitzende oder vorbehandelte Tattoos, empfindliche Haut und anspruchsvolle Pigmentbehandlungen. Beide Technologien haben ihren Platz, entscheidend ist dein Behandlungsmix. Deshalb führt SIACSKIN beide: den PICOLO L und den PICOLO S als Q-Switch-Nd:YAG-Laser und den PICOLO XL als Pikosekundenlaser mit 280 ps.

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