Melasma behandeln: Was Laser können und wo ihre Grenzen liegen
Melasma ist die Pigmentstörung, bei der Laser helfen, aber ebenso schaden können. Die bräunlichen, flächigen Flecken an Stirn, Wangen und Oberlippe reagieren auf Hormone, Sonne, sichtbares Licht und Wärme. Hier erfährst du, welche Melasma-Typen es gibt, warum zu viel Energie die Flecken verschlimmert und wie eine schonende Behandlung aufgebaut ist.
Als Geräte von SIACSKIN kommen der nicht ablative TULIX mit 1927 nm, der PICOLO XL und der PICOLO L für das Laser-Toning mit 1064 nm und der Skin Analyzer Pro vor. Dazu Schwangerschaftsmaske, dunkle Hauttypen, Sonnenschutz, Rückfälle und ehrliche Erwartungen.
Woran erkenne ich Melasma und wie unterscheidet es sich von Sonnenflecken?
Melasma zeigt sich als flächige, unscharf begrenzte, bräunliche bis graubraune Verfärbung, fast immer auf beiden Gesichtshälften ähnlich. Typisch sind Stirn, Wangen, Nasenrücken, Oberlippe und Kinn. Sonnenflecken sind dagegen einzelne, scharf umrissene Punkte ohne Symmetrie. Melasma wird im Sommer dunkler und im Winter blasser, beginnt meist zwischen 20 und 50 und betrifft vor allem Frauen. Die Unterscheidung ist wichtig, weil ein Sonnenfleck mit kräftigem Impuls entfernt wird, Melasma aber genau darauf mit Verschlimmerung reagieren kann. Ist unklar, was vorliegt, stellt die Hautärztin oder der Hautarzt die Diagnose.
Der Skin Analyzer Pro von SIACSKIN nimmt das Gesicht mit Weißlicht, UV und polarisiertem Licht auf und macht die Verteilung des Pigments sichtbar. Für die Behandlung ist der TULIX vorgesehen, der Melasma als Anwendung führt.
Epidermales, dermales oder gemischtes Melasma: Was bedeutet der Typ für die Behandlung?
Der Typ beschreibt, wie tief das Pigment liegt, und davon hängt ab, wie gut das Melasma anspricht. Beim epidermalen Typ sitzt das Melanin in der Oberhaut: Die Flecken sind eher hellbraun, treten unter UV-Licht deutlich kontrastreicher hervor und sprechen am besten an. Beim dermalen Typ liegt Pigment in der Lederhaut, die Farbe wirkt graubraun bis bläulich, und die Aufhellung dauert lange. Am häufigsten ist die Mischform. Realistisch lässt sich dann der oberflächliche Anteil gut aufhellen, der tiefe nur langsam.
Der TULIX hat für beide Ebenen eine Wellenlänge: 1927 nm Thulium für die Oberhaut und 1550 nm Erbium-Glas für die Lederhaut. Bei Melasma steht 1927 nm im Vordergrund, 1550 nm wird zurückhaltend dosiert. Die Aufnahmen des Skin Analyzer Pro helfen bei der Einschätzung.
Welche Rolle spielen Pille, Hormonspirale und Wechseljahre bei Melasma?
Östrogene und Gestagene regen die Pigmentzellen an, deshalb kann hormonelle Verhütung ein Melasma auslösen oder unterhalten. Das betrifft vor allem kombinierte Präparate, seltener hormonhaltige Spiralen, und ebenso eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren. Nicht jede Frau reagiert darauf, die Veranlagung entscheidet mit. Bleibt der hormonelle Auslöser bestehen, hellt eine Behandlung zwar auf, das Melasma kehrt aber leichter zurück. Ob ein Präparat gewechselt werden kann, klärt die Frauenärztin oder der Frauenarzt, nicht das Studio. Auch die Schilddrüse und manche Medikamente kommen als Mitursache infrage.
Für die Behandlung heißt das: Auslöser erfragen, Erwartungen daran ausrichten und sanft arbeiten. Der TULIX ist als nicht ablativer Fraktionslaser mit geringer Ausfallzeit dafür ausgelegt.
Verschwindet eine Schwangerschaftsmaske (Chloasma) von allein und ab wann darf man sie behandeln?
Eine Schwangerschaftsmaske verblasst bei vielen Frauen in den Monaten nach der Geburt von selbst, bei einem Teil bleibt sie bestehen. Sinkt der Hormonspiegel, beruhigen sich die Pigmentzellen, das kann bis zu einem Jahr dauern. In Schwangerschaft und Stillzeit wird nicht gelasert, in dieser Zeit zählt konsequenter, am besten getönter Sonnenschutz. Eine Behandlung ist sinnvoll, wenn nach dem Abstillen und einigen Monaten Wartezeit noch deutliches Pigment übrig ist. Wer früher beginnt, behandelt etwas, das sich vielleicht von allein gegeben hätte, und arbeitet gegen schwankende Hormone.
Dann eignet sich eine sanfte Serie mit dem TULIX. Der PICOLO L führt neben Melasma ausdrücklich auch Chloasma als Anwendung.
Warum verschlimmern Hitze und sichtbares Licht ein Melasma, auch ohne Sonnenbrand?
Die Pigmentzellen reagieren bei Melasma nicht nur auf UV-Strahlung, sondern auch auf sichtbares Licht, vor allem den blauen Anteil, und auf Wärme. Sichtbares Licht dringt durch Fensterglas und wird von klassischen UV-Filtern nicht aufgehalten. Wärme erweitert die Gefäße und setzt Botenstoffe frei, die die Pigmentbildung antreiben. Sauna, heißes Yoga, Arbeit am Herd oder Backofen und sehr heißes Duschen können ein Melasma deshalb nachdunkeln lassen, obwohl keine Sonne im Spiel war.
Für die Laserbehandlung folgt daraus dieselbe Regel: so wenig Wärme wie möglich in die Haut bringen. Der TULIX arbeitet nicht ablativ, seine Energie lässt sich ab 0,5 mJ fein dosieren, und das Gerät arbeitet mit Luftkühlung.
Warum ist IPL oder BBL bei Melasma meist die falsche Wahl?
Breitbandiges Licht bringt bei Melasma zu viel Wärme in eine Haut, deren Pigmentzellen auf Wärme mit neuem Pigment antworten. IPL und BBL erhitzen Melanin und Gefäße auf der ganzen Fläche. Bei Sonnenflecken ist das erwünscht, bei Melasma hellt es oft kurz auf und dunkelt nach einigen Wochen stärker nach. Hinzu kommt die Verwechslungsgefahr: Ein unerkanntes Melasma zwischen Sonnenflecken reagiert auf eine Lichtserie häufig mit einer flächigen Verdunklung. Deshalb gehört vor jede Lichtbehandlung der Blick auf Symmetrie, Lage und Vorgeschichte der Flecken.
Der DERMAFORCE BBL PRO ist das richtige Gerät für Sonnenschäden, Hyperpigmentierung und Rötungen bei Hauttyp I bis IV. Für Melasma ist bei SIACSKIN der TULIX vorgesehen.
Was ist Laser-Toning mit 1064 nm und wie schonend ist es bei Melasma?
Laser-Toning ist eine Behandlung mit sehr niedriger Energie, großem Spot und 1064 nm, bei der die ganze Fläche in mehreren Durchgängen überfahren wird. Die Impulse sind so schwach, dass keine Kruste entsteht. Sie zerkleinern Melanin schrittweise, ohne die Pigmentzellen zu zerstören, die Haut ist danach höchstens kurz gerötet. Schonend bleibt es nur mit Maß: Zu viele Sitzungen in zu kurzem Abstand können fleckige Aufhellungen hinterlassen. Geplant werden meist 3 bis 6 Sitzungen, mit Abständen von etwa 4 Wochen bleibt die Haut auf der sicheren Seite. Je kürzer der Impuls, desto geringer die Wärme.
Der PICOLO XL arbeitet mit 280 ps und 1064 nm, der PICOLO L als Q-Switch-Laser im Nanosekundenbereich. Beide führen Melasma als Anwendung und haben Spots bis 10 mm.
Warum behandelt man Melasma mit niedriger Energie statt mit einer starken Sitzung?
Bei Melasma zählt nicht, wie viel Pigment eine Sitzung entfernt, sondern wie ruhig die Haut dabei bleibt. Eine starke Sitzung nimmt viel Melanin weg, löst aber eine Entzündung aus, und die treibt die Pigmentzellen zu neuer Produktion. Niedrig dosiert heißt in der Praxis: geringe Energie pro Impuls, geringe Dichte der Mikrozonen, wenige Durchgänge und als Ziel nur eine leichte Rötung, keine Schwellung und keine Krusten. Die Wirkung summiert sich über die Serie. Wer nach zwei Sitzungen wenig sieht, erhöht nicht die Energie, sondern bleibt beim Plan.
Am TULIX lässt sich die Energie von 0,5 bis 300 mJ einstellen, der Spot misst 50 bis 200 µm. Das gibt Spielraum für sehr feine Einstellungen. Üblich sind 3 bis 6 Sitzungen im Abstand von etwa 4 Wochen.
Was tun, wenn das Melasma nach einer Laserbehandlung dunkler geworden ist?
Zuerst pausieren: keine weitere Sitzung, bis sich die Haut vollständig beruhigt hat. Eine Verdunklung in der ersten Woche ist bei nicht ablativen Lasern normal und schuppt ab. Hält sie länger als 3 bis 4 Wochen an oder ist die Fläche größer als vorher, hat die Haut mit einer Entzündungspigmentierung reagiert. Dann helfen strikter getönter Sonnenschutz, der Verzicht auf Wärme, Peelings und reizende Pflege sowie eine pigmenthemmende Behandlung, die die Hautärztin oder der Hautarzt verordnet. Meist bildet sich die Verdunklung über Wochen bis Monate zurück.
Danach wird mit deutlich weniger Energie und längeren Abständen neu begonnen, etwa mit dem fein dosierbaren TULIX. Der Skin Analyzer Pro hält den Verlauf im Vorher-Nachher-Vergleich fest.
Was ist bei Melasma auf dunkler Haut (Hauttyp IV bis VI) anders?
Melasma ist bei dunkleren Hauttypen häufiger, hartnäckiger und reagiert empfindlicher auf jede Reizung. Die Pigmentzellen sind von Natur aus aktiver, nach Hitze oder Entzündung entstehen schneller dunkle Flecken, bei zu häufiger Behandlung auch helle. Deshalb gilt: zuerst mehrere Wochen Vorbereitung mit Sonnenschutz und pigmenthemmender Pflege, dann eine Probestelle, niedrige Energie, geringe Dichte und eher 6 als 4 Wochen Abstand. Breitbandiges Licht und kurze Wellenlängen wie 532 nm kommen nicht infrage. Das Ziel ist eine sichtbare Aufhellung, kein völlig gleichmäßiger Teint.
Der TULIX ist für alle Hauttypen angegeben, seine Wellenlängen zielen auf Wasser und nicht auf Melanin. Für das Laser-Toning bietet der PICOLO XL 1064 nm mit 280 ps.
Bekommen auch Männer Melasma und wird es bei ihnen anders behandelt?
Ja, auch Männer bekommen Melasma, nur deutlich seltener als Frauen, und die Behandlung folgt denselben Regeln. Als Auslöser stehen bei ihnen Sonne und Veranlagung im Vordergrund, Hormone spielen eine kleinere Rolle. Häufig betroffen sind Wangen, Nase und Stirn, oft bei Arbeit im Freien. Zwei Dinge sind in der Praxis anders: Männer tragen seltener täglich Sonnenschutz, und getönte Produkte sind unbeliebt. Ohne diesen Schutz hält kein Ergebnis. Rasur und Aftershave mit Alkohol oder Duftstoffen reizen zusätzlich und werden rund um die Sitzungen angepasst.
Behandelt wird wie bei Frauen: sanft, in Serie, mit Erhaltung. Der TULIX arbeitet nicht ablativ und mit geringer Ausfallzeit. Die Aufnahmen des Skin Analyzer Pro machen den Fortschritt nachvollziehbar.
Wie bereitet man die Haut auf eine Melasma-Behandlung mit dem Laser vor?
Die Vorbereitung beginnt 4 bis 6 Wochen vor der ersten Sitzung mit täglichem Sonnenschutz und einer Pflege, die die Pigmentbildung bremst. So gehen die Pigmentzellen beruhigt in die Behandlung, und das Risiko einer Verdunklung sinkt. Geeignet sind Wirkstoffe wie Vitamin C, Niacinamid oder Azelainsäure, verschreibungspflichtige Präparate legt die Hautärztin oder der Hautarzt fest. Reizende Peelings und Retinoide werden einige Tage vor dem Termin pausiert. Dazu kommen ein Ausgangsfoto, das Gespräch über Auslöser und eine Probestelle, deren Reaktion nach 2 bis 4 Wochen beurteilt wird.
Den Ausgangszustand dokumentiert der Skin Analyzer Pro. Erst danach startet die Serie, etwa mit dem TULIX. Im Sortiment von SIACSKIN gibt es das Serum Vitamin C und die Suncream Sensitiv SPF50.
Welcher Sonnenschutz ist bei Melasma nötig und warum sollte er getönt sein?
Nötig ist jeden Tag ein Breitbandschutz mit Lichtschutzfaktor 50, und getönt sollte er sein, weil erst Farbpigmente auch sichtbares Licht abhalten. UV-Filter schützen vor UVB und UVA, lassen den sichtbaren, vor allem blauen Anteil aber durch. Eisenoxide in getönten Produkten schließen diese Lücke. Die Menge zählt: etwa zwei Fingerlängen für Gesicht und Hals, draußen alle 2 Stunden erneuern. Dazu Hut und Schatten, auch im Winter und bei bedecktem Himmel. Ohne diesen Schutz ist das Ergebnis einer Laserserie nach dem ersten Sommer meist verloren.
SIACSKIN führt im Pflegesortiment die Suncream Sensitiv SPF50 für die Nachsorge. Wird trotz Schutz eine Auffrischung nötig, eignet sich der TULIX wegen der geringen Ausfallzeit.
Geht Melasma mit dem Laser ganz weg und wie lange dauert es, bis es heller wird?
Nein, Melasma lässt sich deutlich aufhellen und lange ruhig halten, aber nicht endgültig beseitigen. Die Veranlagung der Pigmentzellen bleibt. Erste Aufhellung zeigt sich meist nach 2 bis 3 Sitzungen, also nach 2 bis 3 Monaten, das Ergebnis der ganzen Serie nach etwa einem halben Jahr. Ein guter Verlauf bedeutet: sichtbar blasser, weniger scharf abgegrenzt, mit Make-up leicht auszugleichen. Mit Rückfällen nach Sommer, Urlaub oder Hormonumstellung ist zu rechnen. Deshalb gehören 1 bis 2 Auffrischungen im Jahr zum Plan, am besten im Herbst und Winter.
Der TULIX führt Melasma als Anwendung und wird als Serie von 3 bis 6 Sitzungen geplant. Der Skin Analyzer Pro belegt den Fortschritt mit vergleichbaren Aufnahmen.
Kann man Melasma und Altersflecken im selben Gesicht gleichzeitig behandeln?
Ja, aber nicht mit derselben Einstellung und am besten nacheinander. Viele Gesichter zeigen beides: scharf begrenzte Sonnenflecken und dazwischen flächiges Melasma. Zuerst wird das Melasma mit Sonnenschutz, Pflege und sanften Sitzungen beruhigt. Erst wenn es stabil ist, werden die einzelnen Altersflecken punktgenau behandelt, mit kleinem Spot, der die Melasma-Fläche ausspart. Wer umgekehrt beginnt und die ganze Fläche kräftig behandelt, riskiert, dass das Melasma nachdunkelt und den Gewinn wieder überdeckt.
Der TULIX übernimmt die flächige, sanfte Arbeit und führt Melasma wie Altersflecken als Anwendungen. Für die einzelnen Flecken danach haben der PICOLO XL und der PICOLO L Spots ab 2 mm und die Wellenlänge 532 nm.