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Thulium-Laser und nicht ablative Fraktionslaser: Wirkung und Einsatz

Nicht ablative Fraktionslaser erneuern die Haut, ohne ihre Oberfläche abzutragen. Diese Seite erklärt, was ein Thulium-Laser mit 1927 nm in der Oberhaut bewirkt, was ein Erbium-Glas-Laser mit 1550 nm in der Dermis leistet und warum beide zusammen Hautton, Pigment, Sonnenschäden, feine Linien, Poren und Narben abdecken. Du erfährst, wie eine Sitzung abläuft, wie viele nötig sind und wie lange Rötung und Schuppung anhalten.

Im Mittelpunkt steht der TULIX von SIACSKIN, der beide Wellenlängen in einem Gerät vereint und ohne Verbrauchsmaterial arbeitet. Zum Vergleich ziehen wir den FRACO CO2 XL und den DERMAFORCE BBL PRO heran.

Was macht ein Thulium-Laser mit 1927 nm und warum wirkt er nur oberflächlich?

Ein Thulium-Laser mit 1927 nm erhitzt winzige Punkte in der Oberhaut und erneuert sie, ohne die Hautoberfläche zu öffnen. Die Wellenlänge wird sehr stark vom Wasser im Gewebe aufgenommen. Die Energie ist deshalb schon nach etwa 0,2 mm verbraucht, also in der Epidermis und an der Grenze zur Lederhaut. Genau dort liegen Pigment, Sonnenschäden und die stumpfe, unruhige Oberfläche. Die erhitzten Mikrozonen werden in wenigen Tagen als feine Schüppchen abgestoßen. Dazwischen bleibt unbehandelte Haut stehen und beschleunigt die Heilung. Im TULIX von SIACSKIN ist die Thulium-Wellenlänge 1927 nm für die Epidermis zuständig. Die Spotgröße liegt bei 50 bis 200 µm, die Energie ist von 0,5 bis 300 mJ einstellbar.

Was bewirkt ein Erbium-Glas-Laser mit 1550 nm in der Dermis?

Ein Erbium-Glas-Laser mit 1550 nm setzt feine Wärmesäulen in die Dermis und regt dort die Neubildung von Kollagen an. Wasser nimmt diese Wellenlänge schwächer auf als 1927 nm, das Licht dringt deshalb tiefer ein, je nach Energie bis über einen Millimeter. Die Oberhaut bleibt geschlossen, in der Tiefe wird das Gewebe punktuell erhitzt und über Wochen bis Monate durch neues Bindegewebe ersetzt. Davon profitieren Aknenarben, OP-Narben, Dehnungsstreifen, Falten und erweiterte Poren. Das Ergebnis baut sich langsam auf und ist oft erst rund 3 Monate nach der letzten Sitzung voll sichtbar. Im TULIX übernimmt die Wellenlänge 1550 nm die Arbeit in der Dermis, mit Pulsdauern von 1 bis 25 ms und einem Scanfeld bis 20 x 20 mm.

Warum ist die Kombination aus 1927 nm und 1550 nm in einem Gerät sinnvoll?

Die Kombination ist sinnvoll, weil Hautalterung selten nur eine Schicht betrifft: 1927 nm arbeitet an Pigment und Oberfläche, 1550 nm an Kollagen und Struktur darunter. Wer Sonnenflecken hat, hat meist auch feine Linien und erweiterte Poren. Mit zwei getrennten Geräten wären das zwei Anschaffungen und oft zwei Termine. Stecken beide Wellenlängen in einem System, lassen sie sich je nach Befund einzeln nutzen oder in einer Sitzung kombinieren, etwa tiefer an den Wangen bei Narben und oberflächlich im ganzen Gesicht für den Hautton. Der TULIX vereint 1927 nm Thulium und 1550 nm Erbium-Glas in einem Gerät, einzeln oder kombiniert einsetzbar, mit 5 bis 30 W Leistung. Das macht den Behandlungsplan flexibel, ohne dass ein zweites System im Raum steht.

Wofür wird ein nicht ablativer Fraktionslaser eingesetzt: Glow, Pigment, Poren oder Narben?

Ein nicht ablativer Fraktionslaser wird für alle vier eingesetzt: für Hautton und Glow, Pigment und Sonnenschäden, feine Linien und Poren sowie für Narben. Welche Wellenlänge zum Zug kommt, hängt von der Tiefe des Problems ab. Fahler Teint, Altersflecken und Sonnenschäden an Gesicht, Dekolleté und Händen sitzen oberflächlich und sind das Feld von 1927 nm. Aknenarben, OP-Narben, Dehnungsstreifen und Falten brauchen Kollagenaufbau in der Dermis, also 1550 nm. Tiefe Falten und stark erschlaffte Haut verlangen eher ein ablatives Verfahren. Der TULIX führt genau diese Anwendungen: Melasma, Pigment, Sonnenschäden und Altersflecken, Aknenarben, OP-Narben und Dehnungsstreifen, feine Linien, Falten und Poren.

Kann man aktinische Keratosen mit dem Thulium-Laser behandeln?

Ja, der fraktionierte Thulium-Laser mit 1927 nm wird ärztlich zur Behandlung aktinischer Keratosen eingesetzt, vor allem flächig auf sonnengeschädigter Haut. Aktinische Keratosen sind raue, durch UV-Licht entstandene Hautveränderungen und gelten als Vorstufe von hellem Hautkrebs. Sie sitzen in der Epidermis, also in der Schicht, die 1927 nm erreicht. Der Laser erneuert die geschädigte Oberhaut über die ganze Fläche, meist in mehreren Sitzungen. Diagnose, Indikation und Nachkontrolle gehören in ärztliche Hand, verdächtige Stellen werden vorher abgeklärt. Der TULIX führt aktinische Keratosen als ärztliche Anwendung. Für Praxen ist das interessant, weil dasselbe Gerät medizinische und ästhetische Behandlungen abdeckt.

Wie verläuft eine Melasma-Behandlung mit dem Thulium-Laser und braucht es Erhaltungssitzungen?

Eine Melasma-Behandlung mit dem Thulium-Laser läuft als sanfte Serie und geht danach in eine Erhaltung über. Üblich sind 3 bis 6 Sitzungen im Abstand von etwa 4 Wochen, mit niedriger Energie und geringer Dichte, damit keine Entzündung neues Pigment anstößt. In der ersten Woche wirken die Flecken oft dunkler, dann schuppen sie ab und hellen auf. Weil Melasma chronisch ist, kommt es ohne Erhaltung häufig zurück. Bewährt sind 1 bis 2 Auffrischungen im Jahr, täglicher Sonnenschutz, am besten getönt, und eine begleitende Pflege, die die Pigmentbildung bremst. Der TULIX führt Melasma als Anwendung. Seine Energie lässt sich ab 0,5 mJ fein dosieren, was bei dieser empfindlichen Haut zählt.

Thulium-Laser oder schonender CO2-Modus: Was passt bei fahler Haut und feinen Linien besser?

Bei fahler Haut, Pigment und sehr feinen Linien passt der Thulium-Laser besser, bei spürbar rauer Struktur, Knitterfältchen und flachen Narben der schonende CO2-Modus. Beide gelten als Einstieg mit kurzer Erholungszeit, arbeiten aber verschieden. Der Thulium-Laser lässt die Oberfläche geschlossen, die Haut ist einige Tage gerötet und rau. Der CO2-Laser trägt auch im schonenden Modus fein ab: Die Wirkung auf die Textur ist pro Sitzung stärker, dafür braucht die Haut mehr Pflege, und dunklere Hauttypen sowie der Sommer verlangen mehr Vorsicht. Bei SIACSKIN steht der TULIX für die nicht ablative Variante. Der FRACO CO2 XL bietet den Modus CoolPeel, mit dem die Abheilung laut SIACSKIN 3 bis 4 statt 10 bis 14 Tage dauert.

Thulium-Laser, BBL oder RF-Microneedling: Welche Technik passt zu welchem Hautproblem?

Der Thulium-Laser passt zu Pigment, Sonnenschäden und unruhiger Oberfläche, BBL zu braunen Flecken mit Rötungen und Äderchen, RF-Microneedling zu schlaffer Haut und tieferen Narben. Der Unterschied liegt im Ziel: Der Laser mit 1927 nm erhitzt Wasser in der Oberhaut und erneuert sie unabhängig von der Hautfarbe. Breitbandlicht wird von Melanin und Blutfarbstoff aufgenommen, behandelt also auch Rötungen, ist aber auf hellere Hauttypen beschränkt. Radiofrequenz über Nadeln wirkt in der Tiefe und lässt das Pigment unberührt. Bei SIACSKIN heißt das: der TULIX für Hautton und Textur bei allen Hauttypen, der DERMAFORCE BBL PRO für Pigment und Gefäße bei den Hauttypen I bis IV, der EUPHEUS M8 für Straffung und Narben.

Wie läuft eine Sitzung mit dem Thulium-Laser ab?

Eine Sitzung dauert mit Vorbereitung etwa 45 bis 60 Minuten, das Lasern eines Gesichts selbst meist 15 bis 20 Minuten. Nach Reinigung und Fotodokumentation wird je nach Einstellung eine Betäubungscreme aufgetragen, die 20 bis 30 Minuten einwirkt. Bei sanften Einstellungen reicht oft Kühlung. Dann setzt der Scanner Feld für Feld ein Raster aus Mikropunkten auf die Haut, meist in mehreren Durchgängen. Das fühlt sich wie ein warmes, feines Prickeln an. Danach wird gekühlt, es folgen beruhigende Pflege und Sonnenschutz. Der TULIX arbeitet mit einem Scanfeld bis 20 x 20 mm und Luftkühlung. Größere Flächen wie Dekolleté oder Hände lassen sich im selben Termin mitbehandeln, die Dokumentation läuft über die Cloud-Software des Geräts.

Wie viele Sitzungen braucht ein nicht ablativer Fraktionslaser und in welchem Abstand?

Üblich sind 3 bis 5 Sitzungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen. Für Hautton und einzelne Sonnenflecken reichen oft 1 bis 3, bei Melasma sind es eher 3 bis 6 im Abstand von etwa 4 Wochen. Der Grund für den Unterschied: Oberflächliche Veränderungen erneuern sich mit der Epidermis innerhalb weniger Wochen. Kollagen in der Dermis baut sich langsam auf, jede Sitzung behandelt nur einen Teil der Fläche, und die Effekte addieren sich. Ein kürzerer Abstand bringt keinen Vorteil, die Haut braucht die Zeit zur Regeneration. Zur Erhaltung genügen oft 1 bis 2 Sitzungen im Jahr. Am TULIX kannst du 1927 nm und 1550 nm einzeln oder kombiniert einsetzen und die Serie so an den Befund anpassen.

Wie lange dauert die Ausfallzeit nach dem Thulium-Laser und warum schuppt sich die Haut?

Die Rötung hält meist 1 bis 3 Tage an, die Schuppung folgt etwa zwischen Tag 3 und Tag 7. Direkt nach der Sitzung ist die Haut warm, gerötet und leicht geschwollen, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand. Weil der Laser nicht abträgt, bleibt die Oberfläche geschlossen: Es nässt nichts, es bilden sich keine Krusten. Die erhitzten Mikrozonen wandern aber nach oben. Die Haut fühlt sich dann rau wie feines Sandpapier an, wirkt leicht gebräunt und schuppt fein ab. Das ist abgestoßenes altes Gewebe samt Pigment. Nicht rubbeln, mild reinigen, reichhaltig pflegen. Make-up ist meist ab dem nächsten Tag möglich. Der TULIX arbeitet nicht ablativ und mit geringer Ausfallzeit. Für die Tage danach führt SIACSKIN eine eigene Nachsorge-Pflege, darunter die Sensitive Cream und die Suncream Sensitiv SPF50.

Mehr erfahren: Nachsorge nach Laser & Microneedling

Ist der Thulium-Laser für dunkle Hauttypen geeignet und geht die Behandlung im Sommer?

Ja, nicht ablative Fraktionslaser eignen sich auch für dunklere Hauttypen und sind weniger saisonabhängig als ablative Laser. Beide Wellenlängen zielen auf Wasser, nicht auf Melanin, die Hautfarbe beeinflusst die Energieaufnahme also kaum. Das Risiko liegt woanders: Hitze kann bei dunkler Haut Flecken auslösen. Deshalb arbeitet man mit geringerer Dichte, guter Kühlung und längeren Abständen. Im Sommer ist die Behandlung möglich, wenn die Haut nicht frisch gebräunt ist und danach konsequent Lichtschutzfaktor 50 getragen wird. Für Melasma bleiben Herbst und Winter die bessere Zeit. Der TULIX ist für alle Hauttypen angegeben. Seine geringe Ausfallzeit erleichtert die Planung rund um Urlaub und Sonne.

Kann man nach dem Fraktionslaser Seren oder Wirkstoffe besser in die Haut einschleusen?

Ja, direkt nach einer fraktionierten Behandlung nimmt die Haut Wirkstoffe deutlich besser auf, und genau deshalb ist Vorsicht nötig. Die Mikrozonen lockern die Barriere für einige Stunden, auch wenn die Oberfläche beim nicht ablativen Laser geschlossen bleibt. Was jetzt aufgetragen wird, gelangt tiefer als sonst. Geeignet sind nur Produkte, die dafür gedacht sind: reizarm, ohne Duftstoffe, ohne Säuren und ohne Retinol. Üblich sind beruhigende und feuchtigkeitsspendende Seren. Arzneimittel auf diesem Weg einzubringen ist eine ärztliche Entscheidung. Nach einer Sitzung mit dem TULIX gilt deshalb: wenige, milde Produkte und Sonnenschutz. Welche Pflege in den Tagen danach passt, steht im Nachsorge-Guide von SIACSKIN.

Mehr erfahren: Nachsorge nach Laser & Microneedling

Warum sind Verbrauchsmaterial und Schusslimit bei Fraktionslasern ein Kostenfaktor?

Sie sind ein Kostenfaktor, weil sie bei jeder Behandlung mitlaufen: Einweg-Aufsätze und Schusskontingente machen aus einem gekauften Gerät einen Posten mit festen Kosten pro Sitzung. Bei manchen Fraktionslasern muss pro Kunde ein Aufsatz ersetzt oder nach einer bestimmten Zahl von Impulsen ein Handstück nachgekauft werden. Das drückt die Marge, vor allem bei großen Flächen wie Dekolleté, Bauch oder Rücken, und macht günstige Einstiegsangebote schwer kalkulierbar. Ohne diese Posten bleiben als laufende Kosten im Wesentlichen Pflegeprodukte, Strom und Wartung. Der TULIX kommt ohne Verbrauchsmaterial und ohne Schusslimit aus. Wie sich das auf deine Kalkulation auswirkt, kannst du im Preisrechner von SIACSKIN durchspielen.

Mehr erfahren: Preisrechner

Für wen lohnt sich ein Thulium-Laser als Ergänzung zum CO2-Laser?

Ein Thulium-Laser lohnt sich für Praxen und Institute, die mit dem CO2-Laser gute Ergebnisse erzielen, aber Interessenten verlieren, die sich keine Ausfallzeit leisten können. Viele wollen ein besseres Hautbild, aber keine Woche Abheilung. Andere haben dunklere Haut, Melasma oder kommen im Sommer, alles Fälle, in denen ein ablativer Laser nur eingeschränkt passt. Dazu kommt die Erhaltung: Zwischen oder nach CO2-Sitzungen hält eine nicht ablative Behandlung das Ergebnis frisch. SIACSKIN führt den TULIX ausdrücklich als Ergänzung zum FRACO CO2 XL. Der FRACO CO2 XL übernimmt Resurfacing, Falten und Narben mit ablativer Wirkung, der TULIX Pigment, Hautton und alle Behandlungen, bei denen die Haut geschlossen bleiben soll.

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