Lohnt sich ein Lasergerät? Rentabilität und Break-even berechnen

Lohnt sich ein Lasergerät für dein Studio oder deine Praxis? Mit Ja oder Nein lässt sich das nicht beantworten, ausrechnen aber schon. Rentabilität entsteht, wenn die Behandlungen mit dem Gerät mehr einbringen, als Gerät, Arbeitszeit und anteilige Fixkosten verbrauchen. Der Punkt, an dem beides gleich ist, heißt Break-even. Auf dieser Seite rechnen wir ein vollständiges Beispiel mit Annahmen durch, zeigen, wie stark das Ergebnis auf Preis und Auslastung reagiert, und nennen die Faktoren, die über die Rechnung hinaus entscheiden, ab wann sich ein Laser rechnet.

Wichtig vorab: Alle Zahlen im Beispiel außer der Geräterate sind Annahmen zur Veranschaulichung, keine Prognose und keine Zusage. Deine eigenen Werte setzt du im Preisrechner ein. Die Kalkulation eines ganzen Studios mit allen Fixkosten erklärt der Ratgeber Laserstudio eröffnen. Hier geht es gezielt um die Frage, wann sich ein einzelnes Gerät trägt.

Zwei Schwellen: Rate gedeckt und Gerät voll getragen

Für die Rentabilität eines Lasergeräts lohnt es sich, zwei Schwellen zu unterscheiden:

  • Schwelle 1, Rate gedeckt: Die Deckungsbeiträge der Behandlungen bezahlen die monatliche Geräterate. Diese Schwelle zählt vor allem in bestehenden Studios, in denen Miete und Grundkosten ohnehin anfallen.
  • Schwelle 2, Gerät voll getragen: Die Deckungsbeiträge decken zusätzlich den Anteil an Raum, Marketing und Nebenkosten, den das neue Angebot verursacht. Erst darüber entsteht echter Gewinn aus dem Gerät.

Der Deckungsbeitrag pro Behandlung ist der Nettopreis abzüglich aller Kosten, die nur durch diese eine Behandlung entstehen: Arbeitszeit, Verbrauchsmaterial und Hygiene. Rechne dabei immer mit Nettowerten, also ohne Mehrwertsteuer.

Rechenbeispiel mit Annahmen: Diodenlaser zur Haarentfernung

Das Beispiel nutzt die Beispielrate des DEWEON 4LD. Alle übrigen Werte sind Annahmen, die du durch deine eigenen ersetzen musst.

Position Wert Hinweis
Geräterate DEWEON 4LD 470 €/Monat Beispielrate netto, 60 Monate
Behandlungspreis 90 € netto Annahme, Durchschnitt über alle Zonen
Arbeitszeit 30 Minuten pro Behandlung Annahme
Personalkosten 20 €/Stunde, also 10 € pro Behandlung Annahme
Verbrauch und Hygiene 3 € pro Behandlung Annahme
Deckungsbeitrag 77 € pro Behandlung 90 € − 10 € − 3 €
Zusätzliche Fixkosten 1.800 €/Monat Annahme: Raumanteil 1.500 €, Marketing 300 €

Schwelle 1: 470 € Rate ÷ 77 € Deckungsbeitrag ≈ 6,1. Ab der siebten Behandlung im Monat ist die Rate in diesem Beispiel bezahlt.

Schwelle 2: (470 € + 1.800 €) ÷ 77 € ≈ 29,5. Ab rund 30 Behandlungen im Monat trägt sich das Gerät in diesem Beispiel vollständig. Bei 20 Arbeitstagen sind das 1 bis 2 Behandlungen am Tag.

Was passiert bei mehr oder weniger Auslastung?

Behandlungen pro Monat (Annahme) Deckungsbeiträge Kosten (Rate + Fixkosten) Ergebnis vor Steuern
20 1.540 € 2.270 € −730 €
30 2.310 € 2.270 € +40 €
40 3.080 € 2.270 € +810 €
60 4.620 € 2.270 € +2.350 €

Die Tabelle zeigt den wichtigsten Hebel: Oberhalb der Schwelle wird jede weitere Behandlung fast vollständig zum Überschuss, darunter fehlt jeden Monat Geld. Die Geräterate ist dabei nur ein Teil der Kosten. Für die Rentabilität ist die Auslastung deshalb wichtiger als ein paar Euro mehr oder weniger Rate.

Der Preis ist der zweite Hebel

Senkst du im Beispiel den Behandlungspreis von 90 € auf 70 € netto (Annahme), sinkt der Deckungsbeitrag auf 57 €. Für die volle Kostendeckung brauchst du dann (470 € + 1.800 €) ÷ 57 € ≈ 40 Behandlungen statt 30, also rund ein Drittel mehr Termine für dasselbe Ergebnis. Rabattaktionen sollten deshalb immer mit der Frage beginnen, ob dein Kalender die zusätzlichen Termine überhaupt hergibt. Wie du Kennenlernangebote gestaltest, ohne die Preise zu verramschen, erklärt der Ratgeber Marketing und Kundengewinnung.

Faktoren, die über die Rechnung hinaus entscheiden

  • Serienbehandlungen: Bei der Laser-Haarentfernung sind meist 6 bis 8 Sitzungen pro Zone üblich. Jede neue Kundin bringt also mehrere planbare Termine.
  • Abdeckung der Kundschaft: Je mehr Haut- und Haartypen ein Gerät behandelt, desto weniger Anfragen musst du ablehnen. Der DEWEON 4LD eignet sich mit vier Wellenlängen für fast alle Hauttypen, für sehr dunkle Haut ist der AlexDUAL UFO mit Nd:YAG 1064 nm vorgesehen.
  • Behandlungszeit: Spots bis 15 × 40 mm und bis zu 30 Hz beim DEWEON 4LD verkürzen die Zeit an Beinen und Rücken. Weniger Minuten pro Termin erhöhen den Deckungsbeitrag pro Stunde.
  • Folgekosten: Ein Gerät ohne Schussbegrenzung verändert die variable Kalkulation kaum, ein Gerät mit teuren Verschleißteilen schon.
  • Laufzeit und Lebensdauer: Die Finanzierung sollte nicht länger laufen, als du das Gerät sicher nutzen wirst. Der DEWEON 4LD ist auf über 100 Millionen Schuss ausgelegt.
  • Ausfallrisiko: 2 Jahre Garantie und Service aus Düsseldorf begrenzen das Risiko längerer Stillstände. Mehr dazu unter Service und Wartung.

Wann sich ein Lasergerät eher nicht lohnt

Ehrlich gerechnet gibt es Fälle, in denen sich ein Gerät schwer trägt: wenn im Einzugsgebiet viele Anbieter mit Dauerrabatten arbeiten und du keinen klaren Unterschied bieten kannst, wenn kein Budget für Marketing bleibt, wenn das Gerät nicht zur Kundschaft passt oder wenn mehrere Geräte gleichzeitig finanziert werden, bevor das erste ausgelastet ist. Dann ist ein kleinerer Einstieg sinnvoller, etwa der VCL DERMALIGHT ab ca. 190 €/Monat für helle, feine Haare oder der EUPHEUS ab ca. 270 €/Monat für RF-Microneedling.

Ob Kauf, Leasing oder Mietkauf besser passt, vergleicht der Ratgeber Leasing und Finanzierung, die Finanzierung über die Hausbank beschreibt die Seite Finanzdienstleistungen. Ob ein Gebrauchtgerät die Rechnung verbessert, prüft der Ratgeber Lasergerät gebraucht oder neu.

DEWEON 4LD ansehen Leasingrate ab 470 €/Monat berechnen Kostenlose Beratung

Häufige Fragen

Ab wann rechnet sich ein Laser?

Ein Laser rechnet sich, sobald die Deckungsbeiträge deiner Behandlungen die Geräterate und die anteiligen Fixkosten übersteigen. Im Beispiel mit Annahmen auf dieser Seite (Rate 470 €, Deckungsbeitrag 77 €, Fixkostenanteil 1.800 €) ist die Rate ab etwa 7 Behandlungen im Monat gedeckt, die volle Kostendeckung liegt bei rund 30 Behandlungen. Deine eigenen Zahlen prüfst du im Preisrechner.

Wie berechne ich den Break-even für ein Lasergerät?

Ermittle zuerst den Deckungsbeitrag pro Behandlung: Nettopreis minus Arbeitszeit, Verbrauchsmaterial und Hygiene. Teile dann die monatlichen Kosten, also Geräterate plus anteilige Fixkosten, durch diesen Deckungsbeitrag. Das Ergebnis ist die Zahl der Behandlungen pro Monat, ab der sich das Gerät trägt.

Wie viele Kundinnen brauche ich, damit sich ein Laser lohnt?

Das hängt vom Behandlungsrhythmus ab. Im Beispiel braucht das Gerät rund 30 Behandlungen im Monat. Kommt eine Kundin während ihrer Serie etwa alle 6 bis 8 Wochen (Annahme), entspricht das grob 45 bis 55 aktiven Kundinnen, dazu laufend neue für abgeschlossene Serien.

Lohnt sich ein Lasergerät für ein bestehendes Kosmetikstudio?

Oft leichter als für eine Neugründung, weil Miete und Kundenstamm schon vorhanden sind. Dann zählt vor allem die erste Schwelle: Das Gerät muss seine Rate und die zusätzliche Arbeitszeit verdienen. Wichtig ist, dass deine Kundschaft die Behandlung tatsächlich nachfragt.

Ist Leasing oder Kauf rentabler?

Das hängt von Eigenkapital, Zinsen und Steuer ab. Leasing und Mietkauf schonen die Liquidität, weil das Gerät seine Rate aus den laufenden Behandlungen verdient. Steuerliche Fragen klärst du mit deiner Steuerberatung. SIACSKIN bietet Leasing, Mietkauf, Kredit oder Kauf über die Hausbank an.

Wie verlässlich sind solche Rechenbeispiele?

Sie zeigen die Methode, nicht dein Ergebnis. Preise, Nachfrage und Kosten unterscheiden sich je nach Standort stark. Prüfe die Preise im Umkreis, rechne auch mit halber Auslastung und nutze den Preisrechner, bevor du dich entscheidest.

Alle Raten netto, Beispielrechnung bei 60 Monaten Laufzeit, vorbehaltlich Bonitätsprüfung. Stand Oktober 2026.