HIFU und Ultraschall-Lifting: Wirkung, Ablauf und Ergebnisse
HIFU steht für hochintensiven fokussierten Ultraschall. Die Schallwellen werden in einer festgelegten Tiefe gebündelt und erzeugen dort kleine Wärmepunkte, die das Gewebe straffen, ohne die Hautoberfläche zu verletzen. Das Ultraschall-Lifting gilt deshalb als Facelift ohne OP für Wangen, Kinnlinie, Doppelkinn, Hals und Dekolleté.
Hier findest du Antworten zu Wirkung, Kartuschen und Tiefen, Ablauf, Schmerzen, Nebenwirkungen, Ergebnissen und Haltbarkeit, dazu den Vergleich mit Fadenlifting und Operation sowie Hinweise für Studios zu Kartuschenverbrauch und Gerätewahl. Die passenden Geräte von SIACSKIN sind der DERMALIFT (HIFU) und der DERMALIFT PRO mit mikrofokussiertem Ultraschall (MFU).
Was ist HIFU und wie funktioniert ein Ultraschall-Lifting?
HIFU ist hochintensiver fokussierter Ultraschall: Schallwellen werden wie Licht unter einer Lupe gebündelt und erhitzen einen winzigen Punkt in der Tiefe. An diesem Fokuspunkt entstehen etwa 65 bis 70 °C, das Gewebe koaguliert dort punktförmig. Die Haut darüber bleibt unverletzt, weil die Energie erst im Fokus dicht genug wird. Kollagenfasern ziehen sich sofort zusammen, in den Wochen danach baut der Körper neues, festes Kollagen auf. Eine Sitzung setzt mehrere hundert solcher Punktlinien nebeneinander.
Der DERMALIFT von SIACSKIN ist ein HIFU-Gerät mit einer Koagulation bei etwa 65 bis 70 °C und Kartuschen für Tiefen von 1,5 bis 20 mm. Der DERMALIFT PRO arbeitet mit mikrofokussiertem Ultraschall für Gesicht und Körper.
Was ist der Unterschied zwischen HIFU und mikrofokussiertem Ultraschall (MFU)?
Beides ist fokussierter Ultraschall, der Unterschied liegt vor allem in der Größe der Wärmepunkte und im Sprachgebrauch. HIFU ist der Oberbegriff und stammt aus der Medizin, wo gebündelter Schall Gewebe in der Tiefe erhitzt. Mikrofokussierter Ultraschall bezeichnet die Variante mit besonders kleinen, präzise gesetzten Fokuspunkten, wie sie für die Hautstraffung genutzt wird. Größere Fokuszonen in mehr Tiefe zielen dagegen auf Fettgewebe. Im Alltag werden beide Begriffe oft gleich verwendet, das Wirkprinzip ist dasselbe.
Bei SIACSKIN trägt der DERMALIFT die Bezeichnung HIFU. Der DERMALIFT PRO wird als MFU-System geführt, mit Fokustiefen von 1,5 bis 4,5 mm für das Gesicht und 6 bis 14 mm für den Körper.
Welche HIFU-Kartusche wirkt in welcher Tiefe und was ist die SMAS-Schicht?
Jede Kartusche hat eine feste Fokustiefe: 1,5 mm erreicht die obere Dermis, 3,0 mm die tiefe Dermis und 4,5 mm die SMAS-Schicht. Das SMAS ist die Bindegewebsplatte über der Gesichtsmuskulatur, die auch beim chirurgischen Facelift gestrafft wird. Flache Kartuschen behandeln feine Linien und dünne Haut an Augen, Stirn und Hals. Die mittlere Tiefe festigt die Haut, die 4,5-mm-Kartusche hebt Wangen und Kinnlinie. Kartuschen ab 6 mm sind für den Körper gedacht, die tiefsten zielen auf das Unterhautfett.
Der DERMALIFT hat Kartuschen mit 3,0, 4,5, 7,0, 13,0 und 20 mm, 1,5 mm ist optional. Der DERMALIFT PRO bietet im Gesicht 1,5, 2,0, 3,0 und 4,5 mm und am Körper 6, 9 und 14 mm.
Wie läuft ein Facelift ohne OP mit HIFU ab und was ist an Wangen und Kinnlinie realistisch?
Die Behandlung des ganzen Gesichts dauert meist 30 bis 60 Minuten und bringt eine sichtbare, aber moderate Straffung von Wangen und Kinnlinie. Nach der Reinigung werden die Zonen angezeichnet und Ultraschallgel aufgetragen. Dann setzt das Handstück Linie für Linie Fokuspunkte, meist in 2 bis 3 Tiefen übereinander. Realistisch sind eine klarere Kieferkontur, leicht angehobene Wangen und Brauen und festere Haut. Den Effekt einer Operation erreicht HIFU nicht, dafür gibt es keinen Schnitt und keine Wunde.
Zu den Anwendungen des DERMALIFT gehören das Facelift ohne OP und Nasolabialfalten, sein Ergebnis baut sich laut SIACSKIN über 2 bis 3 Monate auf. Der DERMALIFT PRO ist für das nicht invasive Facelift mit Fokustiefen von 1,5 bis 4,5 mm ausgelegt.
Hilft HIFU gegen Doppelkinn und schlaffe Haut an Hals und Dekolleté?
Ja, Doppelkinn, Hals und Dekolleté gehören zu den typischen HIFU-Zonen, jede braucht aber eine andere Tiefe. Unter dem Kinn sitzt meist ein kleines Fettpolster unter erschlaffter Haut. Hier strafft die Tiefe von 4,5 mm das Gewebe, tiefere Kartuschen können zusätzlich Fett reduzieren. Am Hals ist die Haut dünn, man arbeitet flacher und spart den Bereich über Kehlkopf und Schilddrüse aus. Am Dekolleté geht es um Knitterfalten, dafür genügen 1,5 bis 3,0 mm. Gut geeignet sind leichte bis mittlere Befunde, ein ausgeprägter Hautüberschuss am Hals nicht.
Doppelkinn, Hals und Dekolleté stehen bei beiden Geräten von SIACSKIN in der Anwendungsliste: beim DERMALIFT mit HIFU und beim DERMALIFT PRO mit mikrofokussiertem Ultraschall.
Kann man die Augenpartie und Schlupflider mit HIFU behandeln?
Ja, die Augenpartie lässt sich mit flachen Fokustiefen behandeln, bei leichten Schlupflidern hebt HIFU vor allem die Braue. Behandelt wird auf dem knöchernen Rand der Augenhöhle, an Stirn, Schläfe und unter dem Auge, nie über dem Augapfel. Die Fokuspunkte in 1,5 bis 3,0 mm Tiefe festigen die dünne Haut, Krähenfüße werden feiner, die Braue kann um 1 bis 2 Millimeter nach oben rücken. Das öffnet den Blick. Hängt deutlich Haut über die Lidkante, ist eine operative Lidstraffung der richtige Weg.
Der DERMALIFT PRO nennt die Augenpartie ausdrücklich als Anwendung, dafür ist seine SD-Technik mit stufenlos einstellbarer Tiefe von 1,5 bis 4,5 mm vorgesehen. Für den DERMALIFT gibt es optional eine Kartusche mit 1,5 mm Tiefe.
Welche Körperzonen lassen sich mit HIFU behandeln und wo liegen die Grenzen?
Am Körper wird HIFU vor allem an Bauch, Flanken, Oberarmen, den Innenseiten der Oberschenkel und über den Knien eingesetzt. Gemeinsam ist diesen Zonen eine Mischung aus leicht erschlaffter Haut und einem greifbaren Fettpolster. Die Fokuspunkte liegen hier deutlich tiefer als im Gesicht, im Unterhautfett. Die Grenze ist klar: HIFU formt Konturen und ersetzt keine Gewichtsabnahme. Die Fettschicht muss dicker sein als die gewählte Fokustiefe, sonst wird flacher gearbeitet. Über Knochen und Implantaten wird nicht behandelt.
Der DERMALIFT bringt dafür Kartuschen mit 7,0, 13,0 und 20 mm Tiefe mit. Der DERMALIFT PRO hat für den Körper 6, 9 und 14 mm, wobei 9 und 14 mm für die Fettreduktion vorgesehen sind.
Für wen eignet sich HIFU und wer sollte auf ein Ultraschall-Lifting verzichten?
Am besten eignet sich HIFU bei leichter bis mittlerer Erschlaffung, typischerweise zwischen 35 und 60 Jahren. Die Haut sollte noch gut Kollagen bilden können, denn das Ergebnis entsteht durch die Reaktion des eigenen Gewebes. Die Hautfarbe spielt keine Rolle, weil Ultraschall nicht vom Pigment aufgenommen wird. Weniger geeignet sind sehr schlaffe Haut mit deutlichem Überschuss und sehr schmale Gesichter, in denen kein Fett verloren gehen soll. Nicht behandelt wird in der Schwangerschaft, bei Entzündungen oder offenen Stellen im Areal, über Metallimplantaten und bei Herzschrittmachern.
Beim DERMALIFT und beim DERMALIFT PRO wird die Tiefe über die Kartuschen an Hautdicke und Zone angepasst. Das entscheidet darüber, ob die Energie in der richtigen Schicht ankommt.
Wann sieht man das Ergebnis nach HIFU und wie lange hält es?
Das volle Ergebnis zeigt sich nach 2 bis 3 Monaten und hält in der Regel 12 bis 18 Monate. Direkt nach der Sitzung wirkt die Haut oft schon etwas fester, weil sich Kollagenfasern durch die Wärme zusammenziehen. Der eigentliche Effekt kommt später: Der Körper ersetzt die behandelten Punkte durch neues Kollagen, und das dauert Wochen. Wie lange die Straffung trägt, hängt von Alter, Hautqualität, Sonne, Rauchen und Gewichtsschwankungen ab. Fotos unter gleichen Bedingungen machen die langsame Veränderung sichtbar.
Diese Werte nennt SIACSKIN für den DERMALIFT: Das Ergebnis verbessert sich über 2 bis 3 Monate und hält 12 bis 18 Monate. Der DERMALIFT PRO arbeitet nach demselben Prinzip mit mikrofokussiertem Ultraschall.
Wie viele HIFU-Sitzungen braucht man und wie oft sollte man die Behandlung wiederholen?
Im Gesicht reicht meist 1 Sitzung, aufgefrischt wird etwa alle 12 bis 18 Monate. HIFU ist keine Serienbehandlung wie Laser oder Microneedling, weil eine Sitzung bereits sehr viele Wärmepunkte setzt und der Umbau Monate dauert. Bei stärkerer Erschlaffung kann nach 3 bis 6 Monaten eine zweite Sitzung sinnvoll sein. Am Körper sind es meist 1 bis 2 Termine pro Zone. Früher zu wiederholen bringt nichts, solange das Gewebe noch Kollagen aufbaut.
Für die Planung im Studio passt das zum DERMALIFT, dessen Ergebnis laut SIACSKIN 12 bis 18 Monate hält: Daraus wird ein fester Jahrestermin je Kundin oder Kunde. Der DERMALIFT und der DERMALIFT PRO haben beide Tiefen für Gesicht und Körper, Folgetermine lassen sich also für mehrere Zonen planen.
Tut HIFU weh und welche Nebenwirkungen und Ausfallzeit gibt es?
HIFU ist deutlich spürbar, aber gut auszuhalten, und eine Ausfallzeit gibt es in der Regel nicht. Jeder Impuls fühlt sich wie ein kurzes, heißes Stechen in der Tiefe an, über Knochen wie Kieferrand und Stirn stärker als an der Wange. Danach ist die Haut einige Stunden gerötet, manchmal leicht geschwollen. Ein Druckgefühl wie Muskelkater kann 1 bis 2 Wochen anhalten. Seltener sind blaue Flecken, strichförmige Quaddeln oder vorübergehende Taubheit. Bei falscher Tiefe oder zu viel Energie drohen Nervenreizungen und ungewollter Fettverlust.
Deshalb zählen Schulung und die passende Tiefe für jede Zone. Der DERMALIFT arbeitet mit maximal 4,0 J und hat zusätzlich einen In-Motion-Modus. Beim DERMALIFT PRO lässt sich die Tiefe mit der SD-Technik stufenlos von 1,5 bis 4,5 mm wählen, was an dünnen Hautstellen hilft, die richtige Schicht zu treffen.
HIFU, Fadenlifting oder Facelift: Was ist der Unterschied?
HIFU strafft ohne Schnitt und ohne Nadel, das Fadenlifting zieht Gewebe mit Fäden hoch, das operative Facelift entfernt überschüssige Haut. Beim Fadenlifting werden auflösbare Fäden unter die Haut gelegt. Der Effekt ist sofort da, hält etwa 1 bis 2 Jahre und bringt Schwellungen und blaue Flecken mit. Das chirurgische Facelift strafft die SMAS-Schicht direkt und wirkt am stärksten und längsten, verlangt aber Narkose und Wochen der Erholung. HIFU liegt am sanften Ende: moderate Straffung, die sich über Monate aufbaut, dafür in der Regel ohne Ausfallzeit. Es passt zu früher Erschlaffung.
Der DERMALIFT und der DERMALIFT PRO sind für dieses Lifting ohne OP vorgesehen. Beide haben eine Fokustiefe von 4,5 mm, die auf die SMAS-Schicht zielt.
Wie lange hält eine HIFU-Kartusche und welche laufenden Kosten hat ein Studio?
Eine HIFU-Kartusche ist Verbrauchsmaterial mit begrenzter Schusszahl, je nach Hersteller meist 10.000 bis 20.000 Linien. Der Schallwandler in der Kartusche nutzt sich ab, ein Zähler zeigt den Restbestand. Eine Gesichtsbehandlung mit Hals verbraucht oft 400 bis 800 Linien, verteilt auf 2 bis 3 Tiefen. Daraus ergibt sich der Materialanteil pro Sitzung, neben dem Ultraschallgel der wesentliche laufende Posten. Körperbehandlungen brauchen mehr Linien und eigene, tiefere Kartuschen.
Beim DERMALIFT und beim DERMALIFT PRO hält jede Kartusche 20.000 Linien. Zum DERMALIFT gehören Tiefen von 3,0 bis 20 mm, 1,5 mm ist optional, der DERMALIFT PRO hat getrennte Tiefen für Gesicht und Körper. Mit dem Kartuschenpreis aus deinem Angebot lässt sich der Ertrag pro Behandlung im Preisrechner kalkulieren.
Worauf sollte man beim Kauf eines HIFU-Geräts achten?
Entscheidend sind klar definierte Fokustiefen, eine fein regelbare Energie und transparente Kartuschenkosten. Ein gutes Gerät hat Kartuschen für mindestens 3 Tiefen im Gesicht, damit Dermis und SMAS getrennt erreichbar sind, und tiefere für den Körper, wenn du Konturbehandlungen anbieten willst. Achte auf die Schusszahl je Kartusche, auf ein Handstück, das gut in der Hand liegt, auf Einweisung und erreichbaren Service. Geräte ohne nachvollziehbare Angaben zu Tiefe und Energie sind ein Risiko für deine Kundschaft.
Der DERMALIFT arbeitet mit 2 bis 12 MHz, maximal 4,0 J, Doppel-Handstück und In-Motion-Modus. Der DERMALIFT PRO bietet vier Tiefen für das Gesicht, drei für den Körper und die SD-Technik mit stufenloser Tiefe. Welches Gerät zu deinem Angebot passt, klärt die kostenlose Beratung.
Was ist der Unterschied zwischen DERMALIFT und DERMALIFT PRO?
Der DERMALIFT ist das HIFU-Gerät mit Kartuschen bis 20 mm Tiefe, der DERMALIFT PRO arbeitet mit mikrofokussiertem Ultraschall und feiner abgestuften Tiefen im Gesicht. Der DERMALIFT nutzt 2 bis 12 MHz und bis zu 4,0 J, seine Kartuschen fokussieren in 3,0, 4,5, 7,0, 13,0 und 20 mm, 1,5 mm ist optional. Dazu kommen Doppel-Handstück und In-Motion-Modus.
Der DERMALIFT PRO hat im Gesicht 1,5, 2,0, 3,0 und 4,5 mm, am Körper 6, 9 und 14 mm, wobei 9 und 14 mm für die Fettreduktion vorgesehen sind. Zusätzlich bietet er die SD-Technik mit stufenloser Tiefe von 1,5 bis 4,5 mm, vorgesehen für die Augenpartie. Liegt der Schwerpunkt auf Körperkonturierung, spricht die Tiefe bis 20 mm für den DERMALIFT. Für fein abgestufte Gesichtsbehandlungen samt Augenpartie ist der DERMALIFT PRO die passende Wahl.