CO2-Laser und fraktionierte Laser zur Hautverjüngung
Der fraktionierte CO2-Laser ist der Maßstab, wenn Haut wirklich erneuert werden soll: bei Aknenarben, OP-Narben, Falten, großen Poren und Dehnungsstreifen. Hier findest du klare Antworten auf die Fragen, die vor einer Behandlung oder vor dem Kauf eines Geräts gestellt werden, von der Wirkweise über Ausfallzeit, Schmerzen und Sitzungszahl bis zur Nachsorge.
Wir erklären auch, wann ein nicht ablativer Laser die bessere Wahl ist. SIACSKIN bietet dafür zwei Geräte: den FRACO CO2 XL als ablativen fraktionierten CO2-Laser mit schonendem CoolPeel-Modus und den TULIX mit Thulium (1927 nm) und Erbium-Glas (1550 nm) für Hautverjüngung mit geringer Ausfallzeit.
Wie funktioniert ein fraktionierter CO2-Laser und was passiert dabei in der Haut?
Ein fraktionierter CO2-Laser verdampft mit infrarotem Licht von 10.600 nm winzige Gewebesäulen aus der Haut und lässt die Haut dazwischen stehen. Diese Wellenlänge wird sehr stark von Wasser absorbiert. Weil Haut überwiegend aus Wasser besteht, wird das Gewebe an jedem Laserpunkt schlagartig abgetragen und der Rand der Säule kontrolliert erhitzt. Von den intakten Hautbrücken aus schließen sich die Mikrokanäle innerhalb weniger Tage. In den Monaten danach baut die Haut neues Kollagen auf und ordnet vorhandenes neu.
Der FRACO CO2 XL von SIACSKIN ist ein solcher ablativer fraktionierter CO2-Laser mit 100-W-RF-Quelle. Seine Impulsbreite reicht von 0,1 bis 100 ms, der Spot bis 20 × 20 mm. Kurze Impulse tragen vor allem ab, längere bringen mehr Wärme und damit mehr Straffung in die Tiefe.
Ablativ oder nicht ablativ: Was unterscheidet CO2-Laser von Thulium- und Erbium-Glas-Lasern?
Der CO2-Laser trägt Gewebe ab, Thulium- und Erbium-Glas-Laser erhitzen es nur und lassen die Hautoberfläche geschlossen. Ablativ heißt: Es entstehen feine offene Kanäle, die Wirkung bei tiefen Falten und Narben ist stark, die Abheilung dauert Tage. Nicht ablative Laser setzen reine Wärmesäulen. Thulium mit 1927 nm wirkt oberflächlich in der Epidermis und verfeinert das Hautbild, Erbium-Glas mit 1550 nm reicht in die Dermis und regt dort Kollagen an. Die Haut ist danach gerötet und rau, aber nicht wund. Dafür braucht es meist mehr Sitzungen.
Bei SIACSKIN ist der FRACO CO2 XL das ablative Gerät. Der TULIX vereint Thulium und Erbium-Glas, einzeln oder kombiniert einsetzbar, und ist als Ergänzung zum FRACO CO2 XL gedacht: für alle, die sich kaum Ausfallzeit leisten können.
Hilft ein fraktionierter CO2-Laser bei Aknenarben?
Ja, der fraktionierte CO2-Laser zählt zu den wirksamsten Verfahren bei eingesunkenen Aknenarben. Er trägt die harten Narbenränder punktuell ab und löst in der Tiefe eine Kollagenneubildung aus, die den Narbengrund anhebt. Flache, wellige und kastenförmige Narben sprechen am besten an, sehr schmale, tiefe Narben nur teilweise. Realistisch ist eine deutliche Glättung über mehrere Sitzungen, keine makellose Haut. Entzündliche Akne sollte vorher abgeklungen sein.
Narbenbehandlung und Resurfacing sind Kernanwendungen des FRACO CO2 XL. Bei leichteren Narben, oder wenn 1 bis 2 Wochen Ausfallzeit nicht machbar sind, bietet sich der nicht ablative TULIX an: Sein Erbium-Glas-Laser mit 1550 nm arbeitet in der Dermis, also dort, wo das Narbengewebe sitzt.
Kann man OP-Narben mit dem Laser behandeln und ab wann ist das sinnvoll?
Ja, OP-Narben lassen sich mit fraktionierten Lasern flacher, weicher und unauffälliger machen, ganz verschwinden werden sie nicht. Der Laser bricht das ungeordnete, starre Narbenkollagen auf, die Haut ersetzt es durch geschmeidigeres Gewebe. Sinnvoll ist der Start, sobald die Wunde vollständig geschlossen und belastbar ist, meist einige Wochen nach der Operation. Junge, noch rötliche Narben reagieren am schnellsten, alte weiße Narben brauchen mehr Sitzungen. Wulstige Narben und Keloide sollten vorher ärztlich beurteilt werden.
Der FRACO CO2 XL ist für die Narbenbehandlung ausgelegt und passt, wenn die Narbe eingesunken oder verhärtet ist. Der TULIX führt OP-Narben ebenfalls als Anwendung und ist die schonendere, nicht ablative Variante mit geringer Ausfallzeit.
Gegen Dehnungsstreifen helfen fraktionierte Laser, die in der Dermis neues Kollagen anregen: nicht ablative Laser um 1550 nm und fraktionierte CO2-Laser. Dehnungsstreifen sind feine Risse im Bindegewebe, also im Grunde Narben. Frische, rötliche Streifen sprechen deutlich besser an als alte, weißliche. Realistisch ist, dass die Streifen schmaler, flacher und farblich unauffälliger werden. Ganz verschwinden sie selten. Üblich sind 3 bis 5 Sitzungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen.
Der TULIX nennt Dehnungsstreifen ausdrücklich als Anwendung. Sein Erbium-Glas-Laser mit 1550 nm wirkt in der Dermis, und dank geringer Ausfallzeit lassen sich auch große Flächen wie Bauch oder Hüften gut einplanen. Bei älteren, eingesunkenen Streifen kommt der FRACO CO2 XL als ablative Narbenbehandlung infrage.
Wie gut wirkt der CO2-Laser gegen Falten, schlaffe Haut und große Poren?
Am stärksten wirkt der fraktionierte CO2-Laser bei feinen bis mitteltiefen Falten und groben Poren, eine Straffung liefert er in begrenztem Maß. Die Hitze lässt vorhandene Kollagenfasern sofort schrumpfen, über 3 bis 6 Monate entsteht neues Kollagen. Die Haut wird dichter und glatter, Poren wirken kleiner, weil sich ihre Ränder festigen. Mimische Falten, die durch Muskelzug entstehen, und ein echtes Absinken des Gewebes lassen sich damit nicht beheben.
Resurfacing, Falten und Poren zählen zu den Anwendungen des FRACO CO2 XL. Stehen eher Rötungen und erweiterte Äderchen im Vordergrund als die Hautstruktur, ist Licht das passendere Werkzeug: Der DERMAFORCE BBL PRO arbeitet mit BroadBand Light statt Laser und ist für die Hauttypen I bis IV vorgesehen.
Für welche Hauttypen ist ein fraktionierter CO2-Laser geeignet?
Am unkompliziertesten ist der ablative CO2-Laser bei den hellen Hauttypen I bis III, bei dunkleren Hauttypen ist er möglich, verlangt aber zurückhaltende Einstellungen. Der Laser zielt auf Wasser, nicht auf Pigment. Das Risiko liegt in der Heilung: Je mehr Melanin die Haut bildet, desto eher antwortet sie auf die Entzündung mit dunklen Flecken. Geringere Dichte, weniger Energie, ein Probeareal und konsequenter Sonnenschutz senken dieses Risiko deutlich.
SIACSKIN gibt den FRACO CO2 XL für alle Hauttypen an. Bei Hauttyp IV bis VI ist der nicht ablative TULIX, ebenfalls für alle Hauttypen ausgelegt, oft der sinnvollere Einstieg: Die Hautoberfläche bleibt geschlossen, die Entzündungsreaktion fällt milder aus.
Kann man Augenlider und Hals mit dem CO2-Laser behandeln?
Ja, Augenlider und Hals lassen sich mit dem fraktionierten CO2-Laser behandeln, allerdings mit deutlich weniger Energie und Dichte als Wangen oder Stirn. Die Lidhaut ist sehr dünn und spricht gut an: Knitterfältchen glätten sich, leicht erschlaffte Lidhaut zieht sich zusammen. Pflicht sind dabei Augenschutzschalen. Der Hals hat weniger Talgdrüsen, von denen die Heilung ausgeht. Er regeneriert langsamer und verzeiht zu kräftige Einstellungen schlecht. Deutlichen Hautüberschuss oder Fettpolster am Lid korrigiert nur eine Operation.
Beim FRACO CO2 XL lässt sich die Wärmeabgabe über Impulsbreiten ab 0,1 ms fein dosieren, was in diesen empfindlichen Zonen entscheidend ist. Wer am Hals vorsichtig einsteigen will, beginnt nicht ablativ mit dem TULIX.
Was ist CoolPeel und worin unterscheidet es sich von der klassischen CO2-Laserbehandlung?
CoolPeel ist ein schonender Modus des fraktionierten CO2-Lasers, der mit sehr kurzen Impulsen arbeitet und deshalb nur wenig Hitze im umliegenden Gewebe zurücklässt. Die Oberfläche wird fein abgetragen, die Wärmezone darunter bleibt klein. Das bedeutet weniger Schwellung und eine kürzere Abheilzeit, aber auch weniger Tiefenwirkung pro Sitzung. Der Modus passt zu Hautauffrischung, feinen Linien, Poren und unruhigem Hautbild. Für tiefe Falten und ausgeprägte Narben bleibt die klassische Einstellung die stärkere Wahl.
Am FRACO CO2 XL verkürzt CoolPeel, auch Weekend CO2 genannt, die Abheilung laut SIACSKIN von 10 bis 14 auf 3 bis 4 Tage, passende Pflege danach vorausgesetzt. Beide Varianten laufen über dasselbe Gerät, du entscheidest je nach Befund und Terminkalender.
Wie funktioniert die Intimverjüngung mit dem CO2-Laser?
Bei der Intimverjüngung gibt ein schlanker gynäkologischer Applikator fraktionierte CO2-Laserimpulse rundum an die Vaginalschleimhaut ab. Die feinen Mikroverletzungen regen Durchblutung und Kollagenbildung an. Ziel ist eine dickere, elastischere und besser befeuchtete Schleimhaut. Eingesetzt wird das Verfahren vor allem bei Trockenheit und nachlassender Spannkraft nach Geburten oder in den Wechseljahren. Üblich sind drei Sitzungen im Abstand von 4 bis 6 Wochen, jede dauert nur wenige Minuten. Eine gynäkologische Untersuchung gehört davor.
Für den FRACO CO2 XL gibt es mit dem Femininlift einen gynäkologischen Applikator, sodass ein Gerät Hautverjüngung und Intimbehandlung abdeckt. Wer welche Behandlung durchführen darf, ist je nach Land unterschiedlich geregelt.
Wie lange dauert die Ausfallzeit nach einer CO2-Laserbehandlung?
Nach einer klassischen fraktionierten CO2-Laserbehandlung solltest du mit 1 bis 2 Wochen Ausfallzeit rechnen. In den ersten 2 bis 3 Tagen ist die Haut stark gerötet, geschwollen und brennt wie nach einem Sonnenbrand. Danach bilden sich feine bräunliche Krüstchen, die sich meist bis zum Ende der ersten Woche lösen. Zurück bleibt rosige Haut, die sich überschminken lässt. Die Rötung kann noch einige Wochen anhalten. Hals und Körper heilen langsamer als das Gesicht.
Für den FRACO CO2 XL nennt SIACSKIN 10 bis 14 Tage bei klassischer Einstellung und 3 bis 4 Tage im CoolPeel-Modus. Wer fast gar nicht ausfallen möchte, ist mit dem nicht ablativen TULIX besser bedient und plant dafür mehr Sitzungen ein.
Wie viele Sitzungen braucht man mit dem fraktionierten CO2-Laser?
Für eine Hautverjüngung reichen meist 1 bis 3 Sitzungen, bei Narben sind es eher 3 bis 5. Zwischen den Terminen liegen in der Regel 4 bis 8 Wochen, nach sehr intensiven Behandlungen auch drei Monate. Der Kollagenumbau läuft 3 bis 6 Monate weiter. Es lohnt sich deshalb, das Ergebnis abzuwarten, bevor die nächste Sitzung festgelegt wird. Je schonender die Einstellung, desto mehr Termine: Sanfte Behandlungen werden oft als Serie von 3 bis 4 Sitzungen im Monatsabstand geplant.
Der FRACO CO2 XL deckt beide Wege ab, die eine kräftige Sitzung mit längerer Abheilung ebenso wie die CoolPeel-Serie. Bei nicht ablativen Lasern wie dem TULIX sind 3 bis 5 Sitzungen üblich.
Tut eine CO2-Laserbehandlung weh und braucht man eine Betäubungscreme?
Ja, ohne Betäubung ist der fraktionierte CO2-Laser deutlich spürbar, deshalb wird fast immer mit Betäubungscreme gearbeitet. Die Creme wirkt 30 bis 60 Minuten ein und wird vor dem Lasern gründlich entfernt. Die Impulse fühlen sich dann wie kurze, heiße Nadelstiche an. Danach brennt die Haut 1 bis 3 Stunden wie bei einem Sonnenbrand. Kalte Luft während und nach der Behandlung nimmt viel davon. Bei sehr intensiven Einstellungen wird in der Praxis zusätzlich örtlich betäubt.
Im CoolPeel-Modus des FRACO CO2 XL gelangt weniger Hitze ins Gewebe, die Behandlung wird entsprechend milder empfunden. Zur Kühlung passt der KYROMASTER: Er kühlt die Haut mit Kaltluft bis minus 50 °C vor, während und nach der Sitzung und ist für CO2-Laser geeignet.
Wie pflegt man die Haut nach dem CO2-Laser und ab wann darf man wieder in die Sonne?
Nach dem CO2-Laser gilt: Haut sauber und feucht halten, nichts abkratzen und direkte Sonne mindestens vier Wochen meiden. In den ersten Tagen wird nur mit lauwarmem Wasser oder einem sehr milden Produkt gereinigt und mehrmals täglich eine schützende, reizarme Pflege aufgetragen. Make-up erst, wenn die Haut geschlossen ist, meist nach etwa einer Woche. Sauna, Schwimmbad und Sport pausieren 1 bis 2 Wochen, Retinol, Säuren und Peelings etwa vier Wochen. Danach täglich Lichtschutzfaktor 50, mindestens drei Monate lang.
SIACSKIN führt eigene Nachsorgeprodukte, darunter die Sensitive Cream und die Suncream Sensitiv SPF50. Die kurze Abheilzeit im CoolPeel-Modus des FRACO CO2 XL setzt passende Pflege ausdrücklich voraus. Die genaue Reihenfolge steht im Nachsorge-Guide.
Kann man den CO2-Laser mit anderen Behandlungen kombinieren?
Ja, der CO2-Laser lässt sich gut kombinieren, in der Regel zeitlich versetzt und nicht am selben Tag. Die Grundregel: Die Haut muss vollständig abgeheilt sein, bevor die nächste Behandlung folgt, also meist frühestens nach vier Wochen. Bewährt haben sich nicht ablative Laser zwischen zwei CO2-Sitzungen, um das Ergebnis zu halten, und RF-Microneedling, wenn zusätzlich Straffung in der Tiefe gefragt ist. Lichtbehandlungen gegen Rötungen gehören vor die CO2-Sitzung, nicht auf frisch gelaserte Haut.
Bei SIACSKIN ist der TULIX ausdrücklich als Ergänzung zum FRACO CO2 XL gedacht. Für die Straffung von innen kommt das RF-Microneedling mit dem EUPHEUS M8 dazu. So entsteht ein Behandlungsplan, der Oberfläche und Tiefe abdeckt.